Johannes der Täufer
Sein Auftrag? Den Weg bereiten für einen, der nach ihm kommt: Jesus.
Johannes war ein radikaler Prediger mit klarer Botschaft: „Kehrt um!“ Er rief zur Umkehr auf, forderte Gerechtigkeit und predigte gegen Heuchelei. Viele kamen, um sich von ihm im Jordan taufen zu lassen – als äußeres Zeichen für einen inneren Neuanfang. Seine Stimme war laut – und unbequem. Selbst der König Herodes konnte ihm nicht entkommen: Als Johannes dessen Fehlverhalten kritisierte, wurde er verhaftet – und schließlich enthauptet.
Doch Johannes war mehr als nur ein Warner. Sein Leben war ein Symbol: für Geradlinigkeit, Mut und eine tiefe Verbindung zu Gott. Er wusste, dass er nicht selbst im Mittelpunkt stand – sondern auf den hinwies, der größer war als er: Jesus.
In vielen Regionen wird der Johannistag mit Sonnwendfeuern gefeiert. Das passt, denn Johannes' Fest liegt nahe der Sommersonnenwende. Von jetzt an werden die Tage wieder kürzer – ein starkes Bild, denn Johannes selbst sagte: „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“
Und: Er war einer der wenigen Heiligen, deren Geburtstag gefeiert wird – nicht der Todestag. Denn schon vor seiner Geburt erkannte er im Mutterleib den Messias, als Maria seine Mutter Elisabeth besuchte.
Ein wilder Typ mit klarer Mission – und bis heute ein echtes Vorbild.
