Hl. Lucia
Lucia hat um 300 in Syrakus auf Sizilien gelebt. Sie kam aus einer reichen Familie. Das Ziel ihrer Mutter war, sie mit einem genauso reichen Mann zu verheiraten und sie wurde sogar verlobt. Lucia wollte das aber nicht – noch dazu, weil ihr Mann nicht wie sie an Gott glaubte.
Lucia verschenkte das Geld ihrer reichen Familie an Arme und baute eine Armen- und Krankenstation. Später erlaubte ihre Mutter ihr, dass sie die Verlobung auflöste. Lucias ehemaliger Verlobter verriet sie daraufhin und sie wurde wegen ihres Glaubens zum Tod verurteilt.
Auch heute noch feiert man Lucias Gedenktag in vielen Ländern. Etwa bei Lichterumzügen oder indem besonderes Essen für Arme gekocht wird. In Schweden gibt es die Tradition der „Luzienbraut“. Die älteste Tochter des Hauses weckt am 13. Dezember den Rest ihrer Familie auf, indem sie ihnen die ersten Weihnachtskekse bringt. Dabei trägt sie ein langes weißes Kleid und auf ihrem Kopf einen Kranz mit Kerzen.
Warum man sich an Lucia mit einem Kerzenkranz erinnert? Lucia hat in einer Zeit gelebt, in der Christ*innen verfolgt wurden. Darum versteckten sich viele Leute aus ihrem Ort in Gängen unter der Erde. Lucia brachte diesen Menschen Essen. Weil sie aber beide Hände zum Tragen brauchte und es dort so dunkel war, trug sie auf ihrem Kopf einen Kranz, in den sie Kerzen gesteckt hatte.
