Auferstehung
Ostern ist das Herzstück des christlichen Glaubens – und der stärkste Neuanfang, den man sich vorstellen kann. Am Ostersonntag feiern Christ*innen die Auferstehung Jesu von den Toten. Nach Karfreitag und Karsamstag, nach Schmerz und Grabesstille, steht das leere Grab im Mittelpunkt: Jesus lebt.
Was das bedeutet? Dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Dass Verzweiflung nicht das Ende ist. Und dass selbst aus dem Tiefsten neues Leben wachsen kann. Ostern ist der Moment, in dem Hoffnung sichtbar wird – nicht als Idee, sondern als Realität.
Die Feier beginnt meist in der Nacht – mit der Osternacht, einem der eindrucksvollsten Gottesdienste im Jahr. Alles ist dunkel. Dann wird die Osterkerze entzündet und in die Kirche getragen. Aus einer Flamme wird Licht, das sich verbreitet – ein starkes Symbol für neues Leben. Es wird gelesen, gebetet, gesungen. Taufwasser wird gesegnet, und nach Wochen der Fastenzeit ertönt endlich wieder das erste „Halleluja“.
Am Ostermontag geht die Geschichte weiter. Jesus begegnet den Emmaus Jüngern – unterwegs, beim Essen, mitten im Alltag. Keine große Show, sondern echte Nähe. Genau deshalb wird Ostern nicht nur in der Kirche gefeiert, sondern auch draußen: beim Osterspaziergang (Emmaus-Gang).
Vielleicht liegt genau darin die Stärke von Ostern: Es erinnert uns daran, dass der Glaube nicht am Kreuz endet – sondern weitergeht. Dass Gott mitten im Leben handelt – nicht nur in Wundern, sondern auch in Begegnung, im Alltag, im Zweifel. Ostern ist die Zusage: Der Tod ist nicht das Ende. Und das Leben – es gewinnt.
