Fastenzeit
Die Fastenzeit startet mit dem Aschermittwoch und endet mit Ostern. Sie erinnert an die 40 Tage, die Jesus in der Wüste verbrachte – allein, ohne Ablenkung, mit sich und Gott. Kein Wellnessurlaub, sondern ein Realitäts-Check. Und genau dazu lädt die Fastenzeit heute noch ein.
Viele nutzen diese Wochen, um etwas bewusst wegzulassen – Süßigkeiten, Social Media, Kaffee, Fleisch, was auch immer. Aber es geht nicht darum, sich zu quälen. Es geht darum, mal wieder Platz zu schaffen. Für Gedanken, für Gespräche, für’s echte Leben. Fasten heißt auch: innehalten, aufräumen, Ballast abwerfen. Nicht nur körperlich – auch innerlich.
In der Kirche wird in dieser Zeit Asche verteilt – ein uraltes Zeichen: Alles ist vergänglich. Aber auch: Alles kann neu werden. Das ist die Chance dieser Wochen. Weniger Ablenkung, mehr Klarheit. Weniger Konsum, mehr Bewusstsein. Fasten ist kein religiöser Diätplan – es ist ein innerer Frühjahrsputz.
Und ganz ehrlich: Wann hast du das letzte Mal bewusst Pause gedrückt?
