Mariä Aufnahme in den Himmel
Das klingt dann so: Nachdem Maria gestorben ist, haben die Jünger sie in ein Grab gelegt und einen schweren Stein davor gerollt. Dann kam Jesus, hat sie aus dem Grab herausgerufen und in den Himmel mitgenommen.
Im Neuen Testament kommt diese Geschichte nicht vor. Wir kennen sie nur aus anderen Schriften („apokryphen Evangelien“) und aus Legenden. Trotzdem ist das Fest so wichtig, dass es zu den Hochfesten der katholischen Kirche gehört. Hochfeste erzählen uns etwas über unseren Glauben und über Gott.
Bei diesem Hochfest fallen zwei Sachen auf: Erstens erinnert die Erzählung ein wenig an Ostern. Maria wird in ein Grab gelegt, dass von einem schweren Stein verschlossen ist und später ist sie nicht mehr da. Maria – ein ganz normaler Mensch mit Fehlern und Schwächen – wird genauso in den Himmel aufgenommen wie Jesus.
Zweitens war es für Maria sicher nicht immer leicht, die Mutter von Jesus zu sein. Jesus geht schon als Kind seinen eigenen Weg und am Ende stirbt er am Kreuz. Wenn Jesus Maria in den Himmel mitnimmt, dann fühlt es sich irgendwie so an, als wäre das die Belohnung für ihr Leben und alles, was sie für ihn getan hat. So wie das Happy End für ihre Geschichte.
Am 15. August werden Kräuterbündel gesegnet und verteilt. In den Legenden wird erzählt, dass Marias leeres Grab voll mit Blumen und Kräutern war.
