Hl. Florian
Florian lebte im 3. Jahrhundert und war Offizier im römischen Reich, zuständig für Verwaltung in der Provinz Noricum – dem heutigen Österreich. Als Christ bekannte er sich offen zum Glauben – ein gefährliches Statement in einer Zeit, in der Christen verfolgt wurden. Als er sich weigerte, dem römischen Kaiser zu opfern, wurde er gefoltert und schließlich mit einem Mühlstein um den Hals in die Enns geworfen. Ein brutaler Tod – und doch ein Zeichen: für Standhaftigkeit, Mut und Treue.
Florian wurde bald als Märtyrer verehrt. Sein Grab in Lorch wurde zum Wallfahrtsort, seine Geschichte verbreitete sich – vor allem unter Menschen, die in Gefahr arbeiten. Kein Wunder, dass Feuerwehrleute, Winzer, Gießer und sogar Leineweber ihn bis heute als ihren Patron anrufen. In Oberösterreich gilt er als Landespatron.
Der 4. Mai ist also nicht nur ein Gedenktag für Feuerwehrfeste und Florianiblasen. Es ist ein Tag, der uns daran erinnert: Mut bedeutet treu zu bleiben, auch wenn’s brenzlig wird.
Sein Symbol: der Wasserkübel. Doch sein eigentliches Vermächtnis ist der Glaube, dem er nicht abgeschworen hat – selbst, als es ihn das Leben kostete.
