Hl. Stephanus
Stephanus war einer der sieben Diakone der jungen Gemeinde in Jerusalem. Er kümmerte sich um die Bedürftigen – aber er war auch ein kraftvoller Prediger. Seine Worte waren unbequem: Er sprach offen über Jesus als den auferstandenen Messias. Das brachte ihn vor den Hohen Rat. Dort hielt er eine flammende Rede – ein mutiges Zeugnis für den Glauben. Die Folge: Er wurde gesteinigt.
Im Sterben betete er für seine Mörder: „Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an.“ Damit wurde Stephanus zum Vorbild für einen Glauben, der auch im Leiden nicht auf Hass setzt, sondern auf Vergebung. Schon früh ehrte die Kirche ihn deshalb als Märtyrer – als einen, der für seinen Glauben mit dem Leben zahlte.
Der Stefanitag ist ein Gedenktag für Zivilcourage, für klare Worte, für gelebte Überzeugung. Stephanus zeigt: Christsein kann herausfordern – und bedeutet nicht nur Trost, sondern auch Haltung.
In vielen Regionen wird an diesem Tag das Leben und Zeugnis des Stephanus mit besonderen Gottesdiensten gefeiert. Es ist auch ein Anlass, sich zu fragen: Wo brauche ich heute Mut? Und wofür bin ich bereit einzustehen – auch wenn es unbequem wird?
