Christi Himmelfahrt
An Christi Himmelfahrt feiert die Kirche: Der Auferstandene kehrt zu Gott zurück. Kein Verschwinden, sondern ein Übergang.
Denn ab diesem Moment ist klar: Die sichtbare Nähe weicht einer neuen Gegenwart. Christus ist nicht mehr an einen Ort gebunden – sondern erfahrbar überall. Nicht mehr wie früher, aber immer noch da. Die Himmelfahrt zeigt: Der Glaube verlässt nicht die Welt, sondern bleibt mitten in ihr wirksam.
Christi Himmelfahrt macht deutlich: Mit der Himmelfahrt verändert sich Jesu Nähe: nicht mehr sichtbar an einem Ort, sondern gegenwärtig bei Gott und in der Kirche. Kein kurzer Besuch mehr, keine Erscheinungen – der Abschied ist endgültig. Aber er ist gut. Denn Jesus ist angekommen. Der Himmel ist offen. Und obwohl der Moment wie ein Ende wirkt, steckt darin auch Hoffnung. Denn er hat versprochen, wiederzukommen – nur wann, das weiß niemand so genau.
Heute wird Christi Himmelfahrt vielerorts draußen gefeiert – mit Gottesdiensten unter freiem Himmel, manchmal mit Prozessionen. Der Blick geht nach oben – aber nicht, weil Christus dortgeblieben ist. Sondern weil er den Weg freigemacht hat. Für einen Glauben, der nicht am Himmel hängen bleibt, sondern im Alltag ankommt.
