Im Rahmen der Jugendsozialaktion „72 Stunden ohne Kompromiss“ haben engagierte Lehrlinge der ÖBB-Lehrwerkstätte das Lehrlings- und Jugendzentrum ZOOM in Linz in einen Ort verwandelt, der Kreativität, Gemeinschaft und jugendliches Engagement spürbar macht.
Nach einem erlebnisreichen Sommer voller Ferienlager war es an der Zeit für frischen Wind auf der Jungscharalm in Losenstein. Im Rahmen der Jugendsozialaktion „72 Stunden ohne Kompromiss“ haben sechs engagierte Jugendliche von AusbildungsFit NEXT LEVEL Steyr genau das möglich gemacht – mit Farbe, Werkzeug und viel Teamgeist.
Am 24. Oktober feierten die Landjugend St. Pantaleon und die Diakonie-Werkstätte Riedersbach gemeinsam ein inklusives Tanzfest in der Veranstaltungshalle Riedersbach. Ziel war es, Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zu schaffen und Gemeinschaft zu erleben.
Ordentlich gewuselt hat es, als die 30 Jugendlichen der HBLW Landwied Linz in der Pfarre Don Bosco einen Flohmarkt organisierten. Nicht nur die zahlreichen Sachspenden, auch die vielen helfenden Hände sorgten für ein buntes Durcheinander.
Die vielschichtige Bedeutung von Erinnerungskultur stand in diesem Projekt, welches im Rahmen der Jugendsozialaktion “72 Stunden ohne Kompromiss” stattgefunden hat, im Zentrum. Am Friedhof wurden mehrere alte Gräber von ehemaligen Flüchtlingen aus den 1950er- und 1960er-Jahren entdeckt, die im Laufe der Zeit verwildert und verfallen waren. Da keine Angehörigen mehr existierten, sollten die Gräber aufgelassen werden – doch Jugendliche aus Frankenmarkt und St. Georgen im Attergau wollten den Verstorbenen ein würdiges Andenken bewahren.
Im Rahmen der Jugendsozialaktion “72 Stunden ohne Kompromiss” arbeiteten die Jugendlichen in diesem Projekt in zwei Gruppen, die sich auf unterschiedliche Weise dem Gedenken des Fremdvölkisches Kinderheim Spital am Pyhrn (1943 – 1945) widmeten. Die erste Gruppe plante und organisierte eine interne Gedenkfeier, die sie von der Vorbereitung über die Durchführung bis hin zur Nachbereitung eigenständig gestalteten. Dazu gehörten das Erstellen von Einladungen, die Kontaktaufnahme mit Beteiligten sowie die Auswahl von Musik, Ort, Dekoration und Texten. Mit großem Verantwortungsbewusstsein führten die Jugendlichen die Gedenkfeier schließlich durch und verfassten anschließend einen Nachbericht, um das Erlebte zu reflektieren und zu dokumentieren.