Checkliste ''Ablauf der Eucharistiefeier mit Gestaltungshinweisen''
| Element | Godi-Teil | Inhalt/Ziel | Gestaltungshinweise |
| Allgemeines | Eröffnung |
Bildung einer Gemeinschaft, Einstimmung auf und Befähigung zur Feier |
nicht überladen, verschiedene Methoden sind möglich, Elemente können abwechseln (zuerst Lied, dann Begrüßung oder umgekehrt…) |
| Einzug | Eröffnung |
Gottesdienstleiter betritt den Raum, evtl. begleitet von MinistrantInnen |
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| Eröffnungsgesang | Eröffnung |
Eröffnet die Feier, begleitet den Einzug, bzw. drückt ihn aus. |
Dem Anlass entsprechendes Lied (zB. Lied, dass das Thema ausdrückt) |
| Begrüßung | Eröffnung |
Wenn Menschen zusammenkommen, dann grüßen sie einander. Im Gruß: „Der Herr sei mit euch.“ drückt sich das aus, dass Gott in dieser Gemeinschaft anwesend ist. |
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| Einführung | Eröffnung | Kurze Ein- bzw. Hinführung in/auf die Feier |
Soll zur Hl. Schrift, zum Thema hinführen und keine 2. Predigt sein! |
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Schuldbekenntnis / Kyrie |
Eröffnung |
Versöhnung mit Gott und Versöhnung mit den Mitmenschen, denn nur Versöhnte können wirklich feiern. Bekenntnis vor Gott und voreinander. |
>> allgemeines Schuldbekenntnis >> modernes Schuldbekenntnis (siehe Godi-Mappe) >> Bußlied (zB. – Meine engen Grenzen) >> Meditation >> Gestaltung mit Symbolen (Stein, Wasser...) >> Kyrie-Rufe |
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Ehre sei Gott / Gloria |
Eröffnung |
Loblied. Ausdruck der christlichen Grundhaltung gegenüber Gott, der Freude (nicht Angst, Furcht) |
Das Gloria ist für Feste und Sonntage gedacht – außer im Advent und in der Fastenzeit. |
| Tagesgebet | Eröffnung |
Gottes Heilshandeln und die Eigenart der Feier werden zur Sprache gebracht. |
Es kann frei formuliert werden – hat jedoch 3 Teile: >> Erinnerung an die Heils-Tat Gottes >> Situation in der Gegenwart >> Ausblick (Bitte) in die Zukunft |
| Wortgottesdienst |
Im Mittelpunkt steht die Hl. Schrift, das Wort Gottes. Gott spricht zu uns und ist im Wort selbst gegenwärtig. |
Beachten, dass Gott uns auch heute etwas zu sagen hat, dass uns das etwas angeht. |
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| Lesung | Wortgottesdienst |
Menschliche Erfahrungen mit Gott, in denen sich das Wort bzw. die Handlung Gottes an die Menschen niederschlägt. |
>> An Sonn- und Feiertagen sind zwei Lesungen (AT und NT) vorgesehen, an Wochentagen eine. Manchmal ist weniger auch mehr! Es können Textteile gestrichen werden. >> Als Zeichen der Bedeutung des Wort Gottes wird dieses aus einem Buch (Lektionar, Bibel) gelesen. (Verwendet man einen Zettel – kann man diesen einfach in ein Lektionar legen/heften!) >> Eine Möglichkeit wäre es einmal eine andere Bibelübersetzung zu verwenden. >> Speziell bei Jugend-Messen bietet es sich manchmal auch an eine passende Geschichte zu lesen. Weitere Möglichkeiten: >> Rollenspiel >> Bild-Geschichte (Arbeiten mit Folien oder Dias) >> Pantomime |
| Antwortgesang | Wortgottesdienst |
Antwort (Vertiefung) auf das Gehörte. (zwischen den beiden Lesungen) |
>> Anwortpsalm >> Zu den Lesungen passendes Lied (oder eine passende Strophe) >> Stille >> Meditationsmusik |
| Halleluja-Ruf | Wortgottesdienst |
Festliche Ankündigung des Evangeliums mit einem kurzen Zwischenvers, der sich auf das Evangelium bezieht. |
Entfällt in der Advent- und Fastenzeit! Kann auch entfallen, wenn der Antwortgesang ein Zwischen- gesang zwischen Lesung und Evangelium ist. Einfache Rufe findet man bei den Taizé-Liedern. |
| Evangelium | Wortgottesdienst |
Menschliche Erfahrungen mit Gott, in denen sich das Wort bzw. die Handlung Gottes an die Menschen niederschlägt. HÖHEPUNKT des Wortgottesdiensts |
Verstärkt werden kann dieses Lesung durch: >> Lesen in verteilten Rollen >> Aktualisierung bzw. Verfremdung >> Evangeliarprozession |
| Predigt | Wortgottesdienst |
Verdeutlichung und Aktualisierung des Gehörten |
Neben der „normalen Predigt“ (Homilie = Schriftauslegung, kirchenrechtlich einem Priester vorbehalten) gibt es noch andere für den Jugendgottesdienst gebräuchliche Formen: >> Predigtgespräch – JedeR kann ihre/seine Gedanken zu den Schriftstellen äußern. >> Rollenspiel >> Arbeit mit Symbolen >> Stille |
| Glaubensbekenntnis | Wortgottesdienst |
Es ist eine Antwort auf das Angebot Gottes, Ausdruck der Entscheidung für Gott und sein Heilswirken an uns, Bekenntnis zum Glauben vor Gott und der Gemeinde. |
>> Apostolisches Glaubensbekenntnis >> Großes Glaubensbekenntnis >> Tauferneuerung >> Aktualisiertes Glaubensbekenntnis (siehe Jugendgottesdienst-Mappe) |
| Fürbitten | Wortgottesdienst |
Die Gemeinde tritt im Bewusstsein ihrer Verantwortung für die anderen bittend vor Gott ein. |
Fürbitten sind FÜR-Bitten und keine Selbstbitten („Lass uns…“), auch keine versteckte Moralpredigt. Es sind Bitten für die ganze Kirche, die Anliegen der Welt, der Notleidenden, für aktuelle Anliegen, für die Verstorbenen. Für Jugend-Gottesdienste kann man dieses Schema auch einmal abändern und Anliegen der Jugendlichen als Bitten formulieren. Weitere Möglichkeiten: >> Vorformulierte Bitten >> Freie Fürbitten >> Bitten aufschreiben lassen, einsammeln, Zetteln ziehen und vorlesen – alle anderen werden bei der Gabenbereitung zum Altar – zu Gott - gebracht. >> Symbole verwenden: > nach jeder Bitte eine Kerze anzünden. > Bitten (auf Zetteln) auf ein Holzkreuz nageln. >> Antwort auf die Bitten kann auch frei formuliert, gesungen… werden. |
| Eucharistiefeier |
Eucharistie heißt Danksagung. Sie ist der Höhepunkt der Feier. Jesu Tod, Auferstehung und Wiederkunft bilden den Mittelpunkt. Darum „tun wir dies zu seinem Gedächtnis“. |
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| Gabenbereitung | Eucharistiefeier |
Sie bringt zum Ausdruck, dass wir Gott unsere Gaben und uns selbst bringen und um sein heilendes Wirken bitten. |
Brot und Wein sind die Symbole der Eucharistiefeier schlechthin. Sinnvoll ist es, wenn im Jugendgottesdienst das Brot als Brot erkennbar ist – vorgesehen ist ungesäuertes Brot. >> selbstgebackenes ungesäuertes Brot, Fladenbrot >> große Hostien Mögliche Elemente: >> Gabenprozession >> Bringen von Brot und Wein >> Bringen von Symbolen, die unsere Hingabe an Gott ausdrücken (Stein, Weihrauchschale, Kreuz, Gegenstände aus der Natur, bzw. der Lebenswelt Jugendlicher,…) >> Bringen der Speisen für die Agape >> Alle versammeln sich um den Altar |
| Gabenlied | Eucharistiefeier |
Begleitet die Gabenbereitung und bringt das Tun zur Sprache. |
>> passendes Lied >> Instrumentalmusik |
| Gabengebet | Eucharistiefeier |
Mit einem kurzen – wiederum stellvertretenden - Gebet wird der Inhalt der Gabenbereitung aufgegriffen und die Bereitung abgeschlossen. |
>> Frei formuliert >> Vorbereitet, zu den Gaben passend >> Aus dem Messbuch |
| Hochgebet | Eucharistiefeier |
Wie Jesus beim Abendmahl Gott gedankt hat, richten wir das große Dank- und Lobgebet über die Gaben an Gott. Es beginnt mit der Präfation und endet mit dem Lobpreis vor dem Vater unser. |
Es gibt in Österreich 12 approbierte („offizielle“) Hochgebete. – Eine Abwechslung wäre daher sinnvoll! Weitere Möglichkeiten: >> Einfügung von Zwischenrufen (gesungen) |
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Danksagung / Präfation |
Eucharistiefeier |
Nach der Gebetsaufforderung „Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott“ steht das Danken für Gottes Wirken in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im Mittelpunkt |
>> persönliche Dankbarkeit der TN einbauen >> Unterbrechung durch kurze gemeinsame Rufe/Gesänge |
| Heilig / Sactus | Eucharistiefeier | Alle stimmen in den Lobpreis ein! | Ein passendes Heilig- oder Dankeslied |
| Vater unser | Eucharistiefeier |
Kann auch als Tischgebet bezeichnet werden. |
>> gesprochen oder gesungen >> Hände reichen >> Tanz >> Dias, kurze Meditation |
| Friedensgruß | Eucharistiefeier |
Bevor alle von dem einen Brot essen, bittet die Gemeinde um Frieden und bezeugt das auch. |
>> Friedensgruß kann an den Beginn der Messe (nach dem Kyrie) oder an den Beginn der Eucharistiefeier verschoben werden. >> Hände reichen >> Persönliches Wort zu einander sprechen >> Persönliche Geste, evtl. Symbol verschenken >> Tanz >> Lied |
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Lamm Gottes / Agnus dei |
Eucharistiefeier | Begleitgesang zum Brotbrechen. |
Soll das Brotbrechen wirklich begleiten und nicht zu einem eigenständigen Teil werden. Weiters kann man es sprechen oder das Brot in Stille brechen. |
| Kommunion | Eucharistiefeier |
Wie Jesus beim Abendmahl Brot und Wein und darin sich selbst den Jüngern gab, so empfangen wir in Brot und Wein Christus selbst. |
Die Möglichkeit Brot und Wein zu empfangen ist sinnvoll und sollte genützt werden (gerade bei Gruppenmessen). >> KommunionspenderIn teilt aus, alle gehen in Prozession hin. >> Alle stehen im Kreis, KommunionspenderIn teilt aus, indem er/sie herum geht. >> Brot und Wein werden im Kreis herumgereicht. |
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Gesang zur Kommunion |
Eucharistiefeier | Begleitet den Kommunionempfang. |
Beachten, dass nicht alle mitsingen können bzw. dass die Musik eher ruhiger und getragener ist. >> Instrumentalmusik >> Taizé-Gesänge >> „getragenere“ Lieder >> Stille |
| Danklied | Eucharistiefeier | Ausdruck des Dankes und Lobes. | Lied mit Dank und Lobcharakter |
| Schlussgebet | Eucharistiefeier | Bitte um Fruchtbarwerden dieser Feier. | |
| Abschluss |
Schließt die gottesdienstliche Feier ab. Sendung der Feiernden in die Welt. |
Beachten, dass der Abschluss kurz ist, aber auch nicht zum Anhängsel machen. |
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| Verlautbarungen | Abschluss |
Neben der praktischen Wirkung (Information, Werbung, Einladung) wird der Blick über die versammelte, feiernde Gemeinde auch hinaus auf die ganze Gemeinde und Kirche gelenkt. |
Kurz halten, da viele Einzelheiten für viele an dieser Stelle uninteressant sind. |
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Segen und Entlassung |
Abschluss |
Segnen heißt: Jemanden Gutes zusprechen, Gutes wünschen. Als von Gott gesegnete haben wir den Auftrag, das im Gottesdienst Empfangene weiterzugeben, das Wort Gottes zu leben und so zum Segen zu werden |
>> Segen zum Thema passend verwenden (siehe Jugendgottesdienst-Mappe, Burg-Mappe) >> Persönlicher Segen mit Weihwasser (kl. Gruppe) >> Zettel mit Satz aus der Schriftstelle mitgeben. >> Symbol mitgeben |
| Auszug |
Gottesdienstleiter und MinistantInnen verlassen den Raum |
Kann auch gemeinsam mit den Mitfeiernden passieren. |
