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Inhalt:

Checkliste ''Ablauf der Eucharistiefeier mit Gestaltungshinweisen''

Infobox

Kurzbeschreibung: Checkliste für den Ablauf einer Eucharistiefeier
Keywords: Gottesdienst, Eucharistie, Eucharistiefeier, Godi
ErstellerIn: Sebastian Rappl, ergänzt von Petra Lindinger, 2008
eingereicht von/am:  Petra Lindinger / 2008

 

Element Godi-Teil Inhalt/Ziel Gestaltungshinweise
Allgemeines Eröffnung

Bildung einer Gemeinschaft, Einstimmung

auf und Befähigung zur Feier

nicht überladen, verschiedene Methoden sind

möglich, Elemente können abwechseln (zuerst Lied,

dann Begrüßung oder umgekehrt…)

Einzug Eröffnung

Gottesdienstleiter betritt den Raum, evtl.

begleitet von MinistrantInnen

 
Eröffnungsgesang Eröffnung

Eröffnet die Feier, begleitet den Einzug,

bzw. drückt ihn aus.

Dem Anlass entsprechendes Lied (zB. Lied, dass das

Thema ausdrückt)

Begrüßung Eröffnung

Wenn Menschen zusammenkommen, dann

grüßen sie einander. Im Gruß: „Der Herr

sei mit euch.“ drückt sich das aus, dass

Gott in dieser Gemeinschaft anwesend ist.

 
Einführung Eröffnung Kurze Ein- bzw. Hinführung in/auf die Feier

Soll zur Hl. Schrift, zum Thema hinführen und keine

2. Predigt sein!

Schuldbekenntnis /

Kyrie

Eröffnung

Versöhnung mit Gott und Versöhnung mit

den Mitmenschen, denn nur Versöhnte

können wirklich feiern. Bekenntnis vor

Gott und voreinander.

>>  allgemeines Schuldbekenntnis

>>  modernes Schuldbekenntnis (siehe Godi-Mappe)

>>  Bußlied (zB. – Meine engen Grenzen)

>>  Meditation

>>  Gestaltung mit Symbolen (Stein, Wasser...)

>>  Kyrie-Rufe

Ehre sei Gott /

Gloria

Eröffnung

Loblied. Ausdruck der christlichen

Grundhaltung gegenüber Gott, der Freude

(nicht Angst, Furcht)

Das Gloria ist für Feste und Sonntage gedacht –

außer im Advent und in der Fastenzeit.

Tagesgebet Eröffnung

Gottes Heilshandeln und die Eigenart der

Feier werden zur Sprache gebracht.

Es kann frei formuliert werden – hat jedoch 3 Teile:

>>  Erinnerung an die Heils-Tat Gottes

>>  Situation in der Gegenwart

>>  Ausblick (Bitte) in die Zukunft

  Wortgottesdienst

Im Mittelpunkt steht die Hl. Schrift, das

Wort Gottes. Gott spricht zu uns und ist

im Wort selbst gegenwärtig.

Beachten, dass Gott uns auch heute etwas zu sagen

hat, dass uns das etwas angeht.

Lesung Wortgottesdienst

Menschliche Erfahrungen mit Gott, in

denen sich das Wort bzw. die Handlung

Gottes an die Menschen niederschlägt.

>>  An Sonn- und Feiertagen sind zwei Lesungen (AT

und NT) vorgesehen, an Wochentagen eine.

Manchmal ist weniger auch mehr! Es können

Textteile gestrichen werden.

>>  Als Zeichen der Bedeutung des Wort Gottes wird

dieses aus einem Buch (Lektionar, Bibel) gelesen.

(Verwendet man einen Zettel – kann man diesen

einfach in ein Lektionar legen/heften!)

>>  Eine Möglichkeit wäre es einmal eine andere

Bibelübersetzung zu verwenden.

>>  Speziell bei Jugend-Messen bietet es sich

manchmal auch an eine passende Geschichte

zu lesen.

Weitere Möglichkeiten:

>>  Rollenspiel

>>  Bild-Geschichte (Arbeiten mit Folien oder Dias)

>>  Pantomime

Antwortgesang Wortgottesdienst

Antwort (Vertiefung) auf das Gehörte.

(zwischen den beiden Lesungen)

>>  Anwortpsalm

>>  Zu den Lesungen passendes Lied (oder eine

passende Strophe)

>>  Stille

>>  Meditationsmusik

Halleluja-Ruf Wortgottesdienst

Festliche Ankündigung des Evangeliums

mit einem kurzen Zwischenvers, der sich

auf das Evangelium bezieht.

Entfällt in der Advent- und Fastenzeit! Kann auch

entfallen, wenn der Antwortgesang ein Zwischen-

gesang zwischen Lesung und Evangelium ist.

Einfache Rufe findet man bei den Taizé-Liedern.

Evangelium Wortgottesdienst

Menschliche Erfahrungen mit Gott, in

denen sich das Wort bzw. die Handlung

Gottes an die Menschen niederschlägt.

HÖHEPUNKT des Wortgottesdiensts

Verstärkt werden kann dieses Lesung durch:

>>  Lesen in verteilten Rollen

>>  Aktualisierung bzw. Verfremdung

>>  Evangeliarprozession 

Predigt Wortgottesdienst

Verdeutlichung und Aktualisierung des

Gehörten

Neben der „normalen Predigt“ (Homilie =

Schriftauslegung, kirchenrechtlich einem Priester

vorbehalten) gibt es noch andere für den

Jugendgottesdienst gebräuchliche Formen:

>>  Predigtgespräch – JedeR kann ihre/seine

Gedanken zu den Schriftstellen äußern.

>>  Rollenspiel

>>  Arbeit mit Symbolen

>>  Stille

Glaubensbekenntnis Wortgottesdienst

Es ist eine Antwort auf das Angebot

Gottes, Ausdruck der Entscheidung für

Gott und sein Heilswirken an uns,

Bekenntnis zum Glauben vor Gott und der

Gemeinde.

>>  Apostolisches Glaubensbekenntnis

>>  Großes Glaubensbekenntnis

>>  Tauferneuerung

>>  Aktualisiertes Glaubensbekenntnis (siehe

Jugendgottesdienst-Mappe) 

Fürbitten Wortgottesdienst

Die Gemeinde tritt im Bewusstsein ihrer

Verantwortung für die anderen bittend vor

Gott ein.

Fürbitten sind FÜR-Bitten und keine Selbstbitten

(„Lass uns…“), auch keine versteckte Moralpredigt.

Es sind Bitten für die ganze Kirche, die Anliegen der

Welt, der Notleidenden, für aktuelle Anliegen, für

die Verstorbenen.

Für Jugend-Gottesdienste kann man dieses Schema

auch einmal abändern und Anliegen der

Jugendlichen als Bitten formulieren.

Weitere Möglichkeiten:

>>  Vorformulierte Bitten

>>  Freie Fürbitten

>>  Bitten aufschreiben lassen, einsammeln, Zetteln

ziehen und vorlesen – alle anderen werden bei der

Gabenbereitung zum Altar – zu Gott - gebracht.

>>  Symbole verwenden:

  > nach jeder Bitte eine Kerze anzünden.

  > Bitten (auf Zetteln) auf ein Holzkreuz nageln.

>>  Antwort auf die Bitten kann auch frei formuliert,

gesungen… werden.

  Eucharistiefeier

Eucharistie heißt Danksagung. Sie ist der

Höhepunkt der Feier. Jesu Tod,

Auferstehung und Wiederkunft bilden den

Mittelpunkt. Darum „tun wir dies zu

seinem Gedächtnis“.

 
Gabenbereitung Eucharistiefeier

Sie bringt zum Ausdruck, dass wir Gott

unsere Gaben und uns selbst bringen und

um sein heilendes Wirken bitten.

Brot und Wein sind die Symbole der Eucharistiefeier

schlechthin. Sinnvoll ist es, wenn im

Jugendgottesdienst das Brot als Brot erkennbar ist –

vorgesehen ist ungesäuertes Brot.

>>  selbstgebackenes ungesäuertes Brot, Fladenbrot

>>  große Hostien

Mögliche Elemente:

>>  Gabenprozession

>>  Bringen von Brot und Wein

>>  Bringen von Symbolen, die unsere Hingabe an

       Gott ausdrücken (Stein, Weihrauchschale, Kreuz,

       Gegenstände aus der Natur, bzw. der Lebenswelt

       Jugendlicher,…)

>>  Bringen der Speisen für die Agape

>>  Alle versammeln sich um den Altar

Gabenlied Eucharistiefeier

Begleitet die Gabenbereitung und bringt

das Tun zur Sprache.

>>  passendes Lied

>>  Instrumentalmusik

Gabengebet Eucharistiefeier

Mit einem kurzen – wiederum

stellvertretenden - Gebet wird der Inhalt

der Gabenbereitung aufgegriffen und

die Bereitung abgeschlossen.

>>  Frei formuliert

>>  Vorbereitet, zu den Gaben passend

>>  Aus dem Messbuch

Hochgebet Eucharistiefeier

Wie Jesus beim Abendmahl Gott gedankt

hat, richten wir das große Dank- und

Lobgebet über die Gaben an Gott. Es

beginnt mit der Präfation und endet mit

dem Lobpreis vor dem Vater unser.

Es gibt in Österreich 12 approbierte („offizielle“)

Hochgebete. – Eine Abwechslung wäre daher

sinnvoll!

Weitere Möglichkeiten:

>>  Einfügung von Zwischenrufen (gesungen)

Danksagung /

Präfation

Eucharistiefeier

Nach der Gebetsaufforderung „Lasset uns

danken dem Herrn, unserm Gott“ steht

das Danken für Gottes Wirken in der

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im

Mittelpunkt

>>  persönliche Dankbarkeit der TN einbauen

>>  Unterbrechung durch kurze gemeinsame

       Rufe/Gesänge

Heilig / Sactus Eucharistiefeier Alle stimmen in den Lobpreis ein! Ein passendes Heilig- oder Dankeslied
Vater unser Eucharistiefeier

Kann auch als Tischgebet bezeichnet

werden.

>>  gesprochen oder gesungen

>>  Hände reichen

>>  Tanz

>>  Dias, kurze Meditation

Friedensgruß Eucharistiefeier

Bevor alle von dem einen Brot essen,

bittet die Gemeinde um Frieden und

bezeugt das auch.

>>  Friedensgruß kann an den Beginn der

       Messe (nach dem Kyrie) oder an den

       Beginn der Eucharistiefeier verschoben

       werden.

>>  Hände reichen

>>  Persönliches Wort zu einander sprechen

>>  Persönliche Geste, evtl. Symbol verschenken

>>  Tanz

>>  Lied

Lamm Gottes /

Agnus dei

Eucharistiefeier Begleitgesang zum Brotbrechen.

Soll das Brotbrechen wirklich begleiten und nicht

zu einem eigenständigen Teil werden. Weiters kann

man es sprechen oder das Brot in Stille brechen.

Kommunion Eucharistiefeier

Wie Jesus beim Abendmahl Brot und Wein

und darin sich selbst den Jüngern gab, so

empfangen wir in Brot und Wein Christus

selbst.

Die Möglichkeit Brot und Wein zu empfangen ist

sinnvoll und sollte genützt werden (gerade bei

Gruppenmessen).

>>  KommunionspenderIn teilt aus, alle gehen in

       Prozession hin.

>>  Alle stehen im Kreis, KommunionspenderIn teilt

       aus, indem er/sie herum geht.

>>  Brot und Wein werden im Kreis herumgereicht.

Gesang zur

Kommunion

Eucharistiefeier Begleitet den Kommunionempfang.

Beachten, dass nicht alle mitsingen können bzw.

dass die Musik eher ruhiger und getragener ist.

>>  Instrumentalmusik

>>  Taizé-Gesänge

>>  „getragenere“ Lieder

>>  Stille

Danklied Eucharistiefeier Ausdruck des Dankes und Lobes. Lied mit Dank und Lobcharakter
Schlussgebet Eucharistiefeier Bitte um Fruchtbarwerden dieser Feier.  
  Abschluss

Schließt die gottesdienstliche Feier ab.

Sendung der Feiernden in die Welt.

Beachten, dass der Abschluss kurz ist, aber auch

nicht zum Anhängsel machen.

Verlautbarungen Abschluss

Neben der praktischen Wirkung

(Information, Werbung, Einladung) wird

der Blick über die versammelte, feiernde

Gemeinde auch hinaus auf die ganze

Gemeinde und Kirche gelenkt.

Kurz halten, da viele Einzelheiten für viele an dieser

Stelle uninteressant sind.

Segen und

Entlassung

Abschluss

Segnen heißt: Jemanden Gutes

zusprechen, Gutes wünschen. Als von Gott

gesegnete haben wir den Auftrag, das im

Gottesdienst Empfangene weiterzugeben,

das Wort Gottes zu leben und so zum

Segen zu werden

>>  Segen zum Thema passend verwenden (siehe

       Jugendgottesdienst-Mappe, Burg-Mappe)

>>  Persönlicher Segen mit Weihwasser (kl. Gruppe)

>>  Zettel mit Satz aus der Schriftstelle mitgeben.

>>  Symbol mitgeben

Auszug  

Gottesdienstleiter und MinistantInnen

verlassen den Raum

Kann auch gemeinsam mit den Mitfeiernden

passieren.

 

 

17.06.2015
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