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Inhalt:

Methode ''Albatros'' Planspiel

Infobox

Kurzbeschreibung:

Ein Experiment zum Thema

''Verständnisschwierigkeiten

zwischen Kulturen''

Keywords: 

Methode Planspiel Flucht

Verständigungsschwierigkeiten

Kulturen beobachten Verhaltensweise

Wertvorstellung Beobachtung Asyl

Ausländer Vorurteile Kommunikation

Missverständnisse

TN-Zahl:

Damit eine gewisse Stimmung aufkommt,

sollten es mindestens 8 SpielerInnen sein.

Wichtig ist, dass sowohl Mädchen als auch

Burschen (je ausgeglichener, desto besser)

dabei sind.

Dauer: 45 - 120 Min
Materialien:

Schüssel mit Wasser, Getränke

(z.B. Wasser, Limo, Yogi-Tee),

Speise (z.B. Brot, Wafferl), Sesseln

Ort: beliebig
ErstellerIn: Andrea Schedlberger
eingereicht von/am:  kj oö / Herbst 2008

 

Kategorie Inhalte/Stichworte Material
Planspiel

Ziel:

des Spiels ist es, bewusst zu machen,

  • dass Wahrnehmung stark von der eigenen Kultur geprägt ist, wie gut und genau wir beobachten - oder wie schlecht,
  • dass wir wissen, wie wir uns verhalten sollen, ohne verbale Hinweise,
  • dass Verhaltensweisen einen komplexeren Hintergrund haben, 
  • dass Beobachtungen von den Wertvorstellungen der einzelnen abhängen.

Rollenverteilung:

Ein Teilnehmer und eine Teilnehmerin schlüpfen in die Rolle der Gastgeber und sind damit Angehörige des Landes Albatros. Die anderen TeilnehmerInnen sind Gäste dieses Paares.

 

Aufgabe:

Die Gäste sollen an einem Mahl nach Tradition von Albatros teilnehmen und danach darüber und über Vorurteile nachdenken und diskutieren. 

 

Vor Beginn:

2 TN (Mann und Frau) stellen sich als ''Angehörige des Landes Albatros'' zur Verfügung. Alle anderen sind Gäste. Vor Beginn des Spieles lässt der/die Spielleiter/in dem albatrosianischen Paar die Spielanleitung lesen. Während sich die beiden vorbereiten, stellt der/die Spielleiter/in für jeden männlichen ''Gast'' 1 Sessel in einem Kreis auf und für den Albatrosianer 1 Sessel in die Mitte. Außerdem bereitet er eine Wasserschüssel, Getränke und Essen vor.

Bevor das ''Spiel'' beginnt, werden alle ''Gäste'' hinausgeführt. Während das albatrosianische Paar im Raum Platz nimmt, erklärt der/die Spielleiter/in den ''Gästen'', das sie jetzt gleich eine albatr. Familie besuchen werden. Er/sie fordert die Gruppe auch auf, auf die Regeln der Gastfreundschaft zu achten und zu versuchen, den Sinn ihres Verhaltens zu erkennen.

 

Spielablauf: siehe Kopiervorlage

Der Spielverlauf ist den beiden Albatrosianern bekannt uns sie leiten ihn an.

Wenn danach wieder alle im großen Kreis sitzen, geht es mit den Impulsfragen weiter.

 

Impulsfragen:

Wie hab ich mich gefühlt?

Was könnten die Gründe für das Verhalten der beiden Leute aus Albatros gewesen sein? (Evtl. auf Plakat sammeln). Als Spielleiter/in keine Antworten geben, sondern den Vermutungen freien Lauf lassen!

Auflösung: Die Erklärung wird vorgelesen. nach dem großen AHA-Effekt noch genau anschauen, woher die Vermutungen gekommen sind und warum sie - zumindest teilweise - so ganz in die andere Richtung gegangen sind.

 

[Zur Verfügung gestellt von:

Asylkoordination Österreich, Graben 22, 4690 Schwanenstadt]

Schüssel mit Wasser, Getränke (z.B. Wasser, Limo, Yogi-Tee), Speise (z.B. Brot, Wafferl)

 

 

Spielablauf

 

Der Albatros-Mann sitzt auf einem Stuhl in der Mitte des Kreises, seine Frau kniet neben ihm auf dem Boden. Er hat Schuhe an, sie keine. Die anderen TeilnehmerInnen werden in den Raum geführt. Nur die Männer haben Schuhe an.

Die erste Aktivität der Albatrosianer (vor allem des Mannes) besteht darin, die Frauen zu veranlassen, dass sie nicht auf einem Stuhl sitzen bleiben, sondern sich auf den Boden setzen. Umgekehrt passiert es mit den Männern (sie sollen auf den Stühlen Platz nehmen).

Diese Veranlassung, und alle anderen Kommunikationsversuche während des Spieles, erfolgen in einer eigenen, albatrosianischen Sprache. Die Albatrosianer sind ruhige, reservierte, nette und liebevolle Menschen, die ihre Gäste nicht misshandeln. Berührungen werden nur in zeremonieller Weise durchgeführt, wie zum Beispiel bei Begrüßungen. Um daher die Gäste zu bewegen, die richtige Position einzunehmen, werden nur bestimmte Laute verwendet.

  1. Zischen bedeutet Missfallen.
  2. Befriedigtes Brummen (Summen) drückt Zufriedenheit, Einverständnis aus.
  3. Klicken mit der Zunge heißt Achtung, Aufmerksamkeit gewünscht, Weitergabe faktischer Information.

Nun folgt die Begrüßung.

Der Albatros-Mann steht auf und begrüßt jeden männlichen Gast der Reihe nach, indem er den Gast bei den Schultern und der Taille anfasst und sein rechtes Bein mit dem rechten Bein des Gastes reibt. Nach dieser Begrüßung soll sich der Gast wieder niedersetzen. Dann begrüßt die Albatros-Frau die weiblichen Teilnehmerinnen der Reihe nach. Sie kniet sich vor ihnen nieder und gleitet mit ihren Händen von den Unterschenkeln bis zu den Füßen. Danach sollen die Frauen auf den Boden sitzen bleiben.

Nach der Begrüßung tritt eine Pause ein, in der alle einfach warten. Die Albatrosianer sind freundlich, aber sie zeigen ihre Gefühle während der Zeremonie durch keinen besonderen Gesichtsausdruck (z. B. Lächeln). Gäste, die während der Zeremonie lachen oder stören, werden durch ein Zischen zur Ordnung gerufen, ohne Zorn.

Als nächstes wird eine Schüssel mit Wasser von der Albatros-Frau in den Kreis gebracht, indem sie mit der Schüssel zu jedem Mann hingeht. Beginnend mit dem Albatros-Mann tippen alle Männer nacheinander mit den Fingern ihrer rechten Hand ins Wasser und schwenken dann graziös in der Luft, um sie zu trocknen. Die Hände der Frauen werden nicht gewaschen. Die Albatros-Frau kehrt für einige Minuten zu ihrem Platz zurück, ehe mit dem nächsten Teil begonnen wird.

Nach einem Zungenklicken des Mannes erhebt sich die Albatrosianerin und bietet jedem Mann, wieder beginnend mit dem Albatrosianer, Essen an. Sie nimmt ein wenig Speise mit ihrer Hand aus der Schüssel und stopft sie in den Mund des Mannes. Der Albatrosianer zeigt seine Befriedigung durch lautes Brummen und durch Reiben seines Bauches. Nachdem alle Männer gesättigt worden sind, werden die Frauen gefüttert. Dann kehrt die Albatrosianerin wieder zu ihrem Platz zurück. Während der Pausen, die absichtlich wegen des Effekts lange anhalten sollen, drückt der Albatros-Mann den Kopf seiner Frau leicht nach unten.

Als nächstes wird ein Getränk serviert. Wiederum lässt die Albatross-Frau zuerst ihren eigenen Mann aus dem Glas trinken, dann reicht sie es an die übrigen Männer weiter und zum Schluss bekommen auch die Frauen zu trinken. Nach einer neuerlichen Pause erheben sich die beiden Albatrosianer und gehen im Kreis herum, um mit den Gästen mit Zungenklicken zu kommunizieren. 

Ohne darauf hinzuweisen, wählen sie die Frau mit den größten Füßen und begleiten sie zur Mitte, wo sie einen Platz neben dem Albatros-Mann zugewiesen bekommt und sich dort hinkniet. Als letztes wird die Begrüßungszeremonie wiederholt. Der Albatros-Mann begrüßt alle männlichen, sie alle weiblichen Gäste. Danach machen sie der noch knienden ausgewählten Teilnehmerin klar, mit ihnen zu kommen, und alle drei verlassen den Kreis.

 

 

Erklärung

 

(Dieses Blatt ist nur für GruppenleiterInnen und Albatrosianer bestimmt)

 

Die Übung soll den Teilnehmerinnen eine Möglichkeit zur genauen Beobachtung geben. Obwohl von den meisten angenommen wird, dass die Frau in der albatrosianischen Kultur einen niedrigeren Stellenwert einnimmt als der Mann, ist es in Wirklichkeit umgekehrt. Die Erde ist heilig. Fruchtbarkeit wird gepriesen. Die Frauen (ohne Schuhe) sind eins mit der Erde. Die Begrüßung der Frauen konzentriert sich auf die Füße und auf den Boden. Nur die Frauen dürfen das Essen, das von der Erde stammt, zubereiten und servieren. Der Albatrosianer drückt den Kopf seiner Frau nieder, denn es ist seine Pflicht, sie an die Heiligkeit des Bodens zu erinnern, und gleichzeitig hat er durch diese Tat eine direkte Verbindung zum Boden. Außerdem schützt er seine Frau dadurch vor Vergesslichkeit. Er trinkt und isst zuerst, um sie vor Schaden und Verunreinigung zu schützen. Die Albatrosianer benützen nur einen kleinen Teil ihrer Sprache, da sie meistens durch Gedankenübertragung (Telepathie) kommunizieren. Es genügen wenige Laute, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Ihre Lebensweise und Zeremonien genießen sie (daher die langen Pausen), und diese werden als selbstverständlich und angepasst empfunden. Die Albatrosianer unterscheiden sich nicht von anderen Menschen; was sie tun, ist ''normal''. Dass die Albatrosianer die Frau mit den größten Füßen auswählen, ist eine logische Folgerung der Beziehung Frau-Erde. Es erscheint wichtig, dass die Teilnehmerinnen den Sprung in eine andere Kultur, die nicht erklärt oder gerechtfertigt werden muss, machen.

 

 

24.02.2016
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