Methode ''Das bin ich''
| Kategorie | Inhalte/Stichworte | Sozialform | Material |
| Sich selbst und andere besser kennenlernen |
Die TN malen auf ein Blatt Papier zu ihrem Namen Dinge, die ihnen wichtig sind |
Gruppe | Zeichenblätter, Farbstifte |
Ziel:
Die SchülerInnen definieren ihre eigene Persönlichkeit und stärken ihr Selbstbewusstsein. Darüber hinaus werden sie dazu angeregt, Unterschiede zwischen Menschen als etwas Positives zu erleben.
Anleitung:
Jedes Kind erhält ein Zeichenblatt, in dessen Mitte sein Name steht. Die SchülerInnen werden aufgefordert, ihre Namen mit Farbstiften auszuschmücken. Rund um den eigenen Namen sollen sie jene Dinge zeichnen, die sie am liebsten mögen. Das können Spielsachen sein, aber auch Orte, Essen, usw.
Wenn alle fertig sind, setzt sich die Klasse im Kreis zusammen. Ein Kind nach dem anderen zeigt nun seine Zeichnung und erklärt die Dinge, die rund um seinen Namen dargestellt sind. Wenn alle sich auf diese Weise präsentiert haben, folgt ein gemeinsames Gespräch, um die Kinder dazu zu bringen, bewusster mit Ähnlichkeiten und Unterschieden zwischen Personen umzugehen. Dabei können z.B. die folgenden Fragen behandelt werden:
- Was habt ihr über die Anderen herausgefunden?
- Was habt ihr über euch selbst herausgefunden?
- Wie hat es sich angefühlt, seinen eigenen Namen anzusehen und auszuschmücken?
- Mochtet ihr es, die Anderen etwas über euch selbst wissen zu lassen?
- War es spannend, mehr über die Anderen zu erfahren?
- Waren die Lieblingsdinge bei den meisten gleich, oder waren es viele unterschiedliche?
- Wie wäre das, wenn wir alle gleich wären?
Die Bilder können im Klassenzimmer aufgehängt werden, sodass die SchülerInnen sie öfter betrachten und mit den Anderen und sich selbst besser vertraut werden können.
Varianten:
In sehr großen Gruppen, oder wenn die Kinder noch zu klein sind, um lange still zu sitzen und einander zuzuhören, soll jedes Kind sein Bild einem Mitschüler / einer Mitschülerin zeigen und erklären. Eventuell können die beiden danach ein anderes Paar finden, dem sie ihre Bilder präsentieren.
Anstatt über sich selbst zu zeichnen, können die SchülerInnen auch paarweise zusammen gehen und Bilder über einander anfertigen. Zunächst zeichnet jede/r ein Portrait des Partners / der Partnerin. (Oder der/die eine legt sich auf einen langen Papierbogen und der/die andere zeichnet seinen/ihren Umriss ab.) Danach interviewen die PartnerInnen einander um herauszufinden, was der/die andere besonders gern hat und zeichnen diese Dinge rund um (oder in das) Portrait des/der anderen.
In einer anderen Variante dieser Übung spielt der Lehrer / die Lehrerin Musik während die SchülerInnen sich im Raum umherbewegen. Wenn der Lehrer / die Lehrerin die Musik anhält, bilden alle Paare mit jenen, die ihnen gerade am nähesten sind. In den Paaren stellen nun die SchülerInnen einander einige persönliche Fragen. (Z.B. Was ist deine Lieblingsfarbe? Was isst du am liebsten? Hast du Geschwister? Wohin möchtest du am liebsten reisen?) Nach kurzer Zeit schaltet der Lehrer / die Lehrerin die Musik wieder ein und der Prozess beginnt von neuem. Nach einigen Durchgängen setzen sich alle zu einem gemeinsamen Gespräch zusammen wie oben beschrieben.
Quelle: Amnesty International, First Steps. London 1996
