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''Lesung in Form einer Meditation''

Infobox

Keywords: 

Hohelied der Liebe,

Mediation, Liebe,

Valentienstag

Quelle Hohelied der Liebe

 

Hinführung

 

An Liebesliedern herrscht in der Weltliteratur wahrhaftig kein Mangel. Dass aber ein Liebeslied in der Bibel steht, mag manchen überraschen. Noch erstaunlicher ist, dass es durch seinen Titel vor allen anderen biblischen Büchern ausgezeichnet wird: „Das Lied der Lieder“, was sagen will: „Das schönste Lied“.

 

Streng genommen ist es eine lose Folge von Liedern, die die Liebe von Mann und Frau besingen, die sich verbinden, sich verlieren, sich suchen und finden. Da ist ein Mädchen, „krank vor Liebe“ erfüllt von der tiefen Sehnsucht und ein junger Mann, der überwältigt ist von der Schönheit seiner Freundin. Die beiden erleben eine Liebe, die ihre Herzen weckt, erfüllt und begeistert. -Und sie erleben genau diese Liebe auch als großes Geheimnis. Bevor wir nun dieses große Liebeslied hören, sei gesagt, dass uns die Sprache etwas fremd erscheinen mag, aber wir möchten es ihnen der ursprünglichen Fassung in verteilten Rollen lesen!

 

Hören wir nun aus der Bibel, das Hohelied der Liebe, in der Urform:

 

 

Eine Frau liest Hld, 2,8-14

 

Horch! Mein Geliebter! Sieh da, er kommt. Er springt über die Berge, hüpft über die Hügel. Der Gazelle gleicht mein Geliebter, dem jungen Hirsch. Ja, draußen steht er an der Wand unsres Hauses; er blickt durch die Fenster, späht durch die Gitter. Der Geliebte spricht zu mir: Steh auf, meine Freundin, meine Schöne, so komm doch! Denn vorbei ist der Winter, verrauscht der Regen. Auf der Flur erscheinen die Blumen; die Zeit zum Singen ist da. Die Stimme der Turteltaube ist zu hören in unserem Land. Am Feigenbaum reifen die ersten Früchte; die blühenden Reben duften. Steh auf, meine Freundin, meine Schöne, so komm doch! Meine Taube im Felsennest, versteckt an der Steilwand, dein Gesicht lass mich sehen, deine Stimme hören! Denn süß ist deine Stimme, lieblich dein Gesicht.

 

 

Sprecher

 

Augen begegnen einander, staunend, erschreckt, entzückt und Hände berühren einander. Zartheit erwacht, die Zartheit der Nähe und langsam wächst etwas wie Vertrautheit. Vertrautheit mit dem anderen, mit seinen Gedanken, seinen Empfindungen, seiner Seele und seinem Leib. Und es wächst der Mut, den Zauber walten zu lassen. Der Mut, offenen Auges zu träumen. Der Mut, es mit dem Leben aufzunehmen. Liebende erwarten wehrlos, was kommt.

 

 

MUSIK – Instrumental „Weus ́d a Herz host wie a Bergwerk“

 

 

Ein Mann liest Hld, 4,1a.9-10

 

Schön bist du, meine Freundin, ja, du bist schön. Hinter dem Schleier deine Augen wie Tauben. Verzaubert hast du mich, meine Schwester Braut; ja verzaubert mit einem (Blick) deiner Augen, mit einer Perle deiner Halskette. Wie schön ist deine Liebe, meine Schwester Braut; wie viel süßer ist deine Liebe als Wein, der Duft deiner Salben köstlicher als alle Balsamdüfte.

 

 

Sprecher

 

Am Anfang werden es Stimmungen sein, Träume, Gefühle, die uns erfüllen. Mit der Sehnsucht werden wir Freundschaft schließen, mit Freude und Trauer. Gefühle kommen, bewegen, treiben uns. Sie wirbeln uns oftmals herum. Alles was daran schön ist und stark, wird Licht bringen und Trost und zu einer fröhlichen Musik unserer eigenen Seele. Diese Gefühle aber öffnen uns nicht nur den Zugang zu uns selbst, sondern auch zum anderen Menschen. Das Empfinden der Liebe ist die lebendigste Kraft in uns!

 

Liebende sind, was ein Mensch sein kann, wenn er heil und ganz ist, lebendig und eins mit sich selbst.

 

 

MUSIK – 1 Strophe – Solo „Weus ́d a Herz host wie a Bergwerk“

 

 

Eine Frau liest Hld, 5,4-8

 

Mein Geliebter streckte die Hand durch die Luke; da bebte mein Herz ihm entgegen. Ich stand auf, dem Geliebten zu öffnen. Da tropften meine Hände von Myrrhe am Griff des Riegels. Ich öffnete meinem Geliebten: Doch der Geliebte war weg, verschwunden. Mir stockte der Atem: Er war weg. Ich suchte ihn, ich fand ihn nicht. Ich rief ihn, er antwortete nicht. Da fanden mich die Wächter bei ihrer Runde durch die Stadt; sie schlugen, sie verletzten mich. Den Mantel entrissen sie mir, die Wächter der Mauern. Ich beschwöre euch, Jerusalems Töchter: Wenn ihr meinen Geliebten findet, sagt ihm, ich bin krank vor Liebe.

 

 

Sprecher 2

 

Was hat dein Geliebter den andern voraus, du schönste der Frauen? Was hat dein Geliebter den andern voraus, dass du so uns beschwörst?

 

 

Eine Frau liest Hld, 5,10-16

 

Mein Geliebter ist weiß und rot, ist ausgezeichnet vor Tausenden. Sein Haupt ist reines Gold. Seine Locken sind Rispen, rabenschwarz. Seine Augen sind wie Tauben an Wasserbächen; (die Zähne,) in Milch gebadet, sitzen fest. Seine Wangen sind wie Balsambeete, darin Gewürzkräuter sprießen, seine Lippen wie Lilien; sie tropfen von flüssiger Myrrhe. Seine Finger sind wie Stäbe aus Gold, mit Steinen aus Tarschisch besetzt. Sein Leib ist wie eine Platte aus Elfenbein, mit Saphiren bedeckt. Seine Schenkel sind Marmorsäulen, auf Sockeln von Feingold. Seine Gestalt ist wie der Libanon, erlesen wie Zedern. Sein Mund ist voll Süße; alles ist Wonne an ihm. Das ist mein Geliebter, ja, das ist mein Freund, ihr Töchter Jerusalems.

 

 

Sprecher

 

Die Liebe sucht ihre Wege, allein und ohne Weisung. Ihre Kraft hat die Liebe aus der Sehnsucht, den anderen zu umfassen, und ihre Weisheit aus der Behutsamkeit, die ihn vor dem eigenen Zugriff schützt. Der liebende Mensch ist frei wie der geliebte. Er ist sich selbst gewiss, weil er geliebt ist. Darum aber ist er sich selbst nicht wichtig und geht auf im Geliebten.

 

 

MUSIK – 2 Strophe „Weus ́d a Herz host wie a Bergwerk“

 

 

Ein Mann liest Hld, 2,7;8,5-7

 

Bei den Gazellen und Hirschen auf der Flur beschwöre ich euch, Jerusalems Töchter: Stört die Liebe nicht auf, weckt sie nicht, bis es ihr selbst gefällt. Wer ist sie, die aus der Steppe heraufsteigt, auf ihren Geliebten gestützt? Unter dem Apfelbaum hab ich dich geweckt, dort, wo deine Mutter dich empfing, wo deine Gebärerin in Wehen lag. Leg mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel an deinen Arm! Stark wie der Tod ist die Liebe, die Leidenschaft ist hart wie die Unterwelt. Ihre Gluten sind Feuergluten, gewaltige Flammen. Auch mächtige Wasser können die Liebe nicht löschen; auch Ströme schwemmen sie nicht weg. Böte einer für die Liebe den ganzen Reichtum seines Hauses, nur verachten würde man ihn.

 

 

Sprecher

 

Wo Körper und Geist einander freundlich und mit Vertrauen begegnen, da erwachen und leben die Zärtlichkeiten. Die Zeichen der Liebe, die behutsamen Signale von einem zum anderen: Ich habe dich lieb. Ich möchte dich schützen. Ich möchte dich froh und frei machen. Ich gehöre zu dir. Zärtlichkeit ist ein Ausströmen der Seele in Augen, Hände, Arme, Mund und in das Lachen des Gesichts. Liebe kann Anmut heißen, Zuneigung, Trost, Geduld, Hoffnung, Herzlichkeit, Mitleiden oder Geborgenheit. Die Liebe hat viele Namen und kommt ohne Worte aus. Sie drückt noch mehr aus als alle Sprachen der Welt!

 

 

MUSIK – ALLE „Weus ́d a Herz host wie a Bergwerk“

 

 

17.06.2015
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