Gruppenstunde ''mir ist heilig – ich bin heilig''
| Zeit | Methode | Inhalte/Stichworte |
| 10 Min. | Einstieg - Evolution |
Vom Satansbraten zum Heiligen: Alle TN sind am Beginn Satansbraten und gehen mit bösem Gesichtsausdruck und brüllend durch den Raum. Treffen sich zwei Satansbraten, spielen sie Schere-Stein-Papier. Wer gewinnt entwickelt sich weiter zum kleinen Teuferl. Das rennt durch den Raum, macht mit den Zeigefingern zwei Hörner und kichert gemein. Treffen sich zwei kleine Teuferl, so spielen sie wieder Schere-Stein-Papier gegeneinander. Wer gewinnt steigt auf und wird zum Menschen. Der geht normal durch den Raum und schaut sich um. Der Verlierer steigt ab und wird wieder zum Satansbraten. Vom Menschen entwickelt man sich zum Seeligen, der die Hände vor der Brust faltet und andächtig durch den Raum geht und danach zum Heiligen, der stehen bleibt und erleuchtet zum Himmel aufschaut. Heilige haben das Ziel des Spiels erreicht und müssen nicht mehr Schere-Stein-Papier spielen. Ansonsten können immer nur Personen auf der gleichen Ebene gegeneinander spielen. Gespielt wird, bis der Großteil der TN ''heilig'' ist. |
| 15 Min. |
Collage - ''Heiliges'' in den Medien |
Die TN erhalten Zeitschriften (gut geeignet sind z.B. Film-, Modezeitschriften, in denen viele Personen Heldenhaft dargestellt werden), aus denen sie ''Heiliges'' ausschneiden und auf ein Plakat kleben. Wie werden in den Medien Personen als ganz besonders dargestellt? Welche Symbole, Worte, Acessoirs usw. werden damit verbunden? Was gilt als ''heilig''? Was wird uns als ''heilig'' verkauft? |
| 15 Min. |
Begriffsklärung - Schreibgespräch |
Als nächstes geht es darum, was die TN selbst unter ''Heiligkeit'' verstehen. Dazu werden Plakate aufgelegt mit Fragen wie: Was bedeutet ''heilig'' für mich/Was assoziiere ich mit ''heilig''? Welche anderen Worte finde ich für ''heilig''/Wie drücke ich das mit meinen Worten aus? Wer/Was kann heilig sein? Die TN können nun zu den Fragen etwas dazu schreiben und in ein schriftliches Gespräch kommen, indem sie Aussagen anderer kommentieren, betonen, nachfragen... - dabei soll allerdings kein Wort gesprochen werden. Anschließend können die Plakate (Collage&Begriffsklärung) verglichen werden.
Alternative: Statt dem Schreibgespräch kann auch einfach ein Brainstorming gemacht werden. Auf einem Plakat in der Mitte steht ''heilig'' und alle schreiben dazu, was ihnen einfällt, was sie damit assoziieren. Dabei darf auch geredet werden. |
| 20 Min. |
Phantasiereise - Was ist mir heilig? |
Die TN machen es sich im Raum gemütlich, ruhige Musik wird eingeschaltet. Wenn jemand lachen muss oder bei der Phantasiereise nicht mitgehen kann, darf er/sie gerne den Raum verlassen, damit die anderen nicht gestört werden.
Die Phantasiereise (viel Zeit lassen!!) beginnt mit einer Körperwahrnehmung: bewusst atmen, dem Atem nachspüren, wie er den Körper mit frischem Sauerstoff erfüllt, bis in die Zehenspitzen, Fußsohlen, Waden, Knie, Oberschenkel und Po, Fingerspitzen, Handflächen, Unterarme, Ellbogen, Oberarme, Schultern, man spürt den Rücken oder Bauch schwer aufliegen, den Kopf, der ruht; versuchen, die eigenen Mitte zu spüren.
''Stell dir vor, du liegst im Bett und hast einen schönen freien Tag vor dir, einen Tag, den du völlig frei für dich gestalten kannst. Du stehst also auf und beginnst diesen Tag. Es soll ein ganz besonderer Tag werden. Ein Tag voller Dinge, die dich stärken, die dir heilig sind, ein Tag voller Leben, wie du es für sinnvoll und erfüllend hältst. Wie beginnst du diesen Tag? - - - Gibt es Dinge, die du bei dir oder um dich haben möchtest? - - - Welche Orte suchst du auf? - - - Was tust du - welche Tätigkeit gibt dir Kraft, Freude? - - - Mit welchen Menschen triffst du dich? Bei wem fühlst du dich wohl, sicher? - - - Wo? - Was macht ihr gemeinsam? - - - - - - Gibt es etwas, was dich mit Gott verbindet? - - - Was lässt dich zu deiner Mitte kommen? - - -
Wenn du an all die Menschen und Dinge denkst, die dich an diesem besonderen Tag begleiten: Wie geht es dir dabei? Was lösen sie in dir aus? - - - Wie stärken sie dich? Was macht sie so besonders, so ''heilig'' für dich? - - -'' lange Pause ''Nimm dir soviel Zeit, wie du brauchst, um dem nachzuspüren, was du an deinem besonderen Tag erlebst. Wenn du bereit bist, kannst du mit deinen Gedanken in diesen Raum zurückkehren, noch einmal deinem Atem nachspüren und deine Augen öffnen. Dann komm in die Mitte des Raumes. Dort findest du eine Anleitung zur Weiterarbeit.'' |
| 20 Min. |
Schatzkistchen füllen - Das Heilige in dir |
Die gestaltete Mitte wird nun aufgedeckt. Die TN finden dort die Anleitung: ''Hier kannst du dir dein eigenes Schatzschachterl füllen: Was an dir ist heilig? Was schätzt du an dir? Welche Eigenschaften magst du an dir besonders? Suche Symbole, die für deine Besonderheiten stehen, die deine 'Heiligenattribute' sind. Wenn du willst, gestalte die Schachtel auch außlen.'' Scheren, Kleber und Stifte werden zur Verfügung gestellt.
Alternative: Wenn ein zweiter Raum zur Verfügung steht, kann dort die Mitte gestaltet werden und darum mit einem Seil eine große Spirale gelegt werden. Die TN gehen dann langsam durch die Spirale zur Mitte und gestalten dort ihre Schachtel. |
| 20 Min. | Abschluss |
Rückenstärken Zum Abschluss können sich die TN gegenseitig den Rücken stärken: alle kleben sich einen Zettel auf den Rücken und schreiben bei den anderen auf diese Zettel, was sie an ihnen schätzen, warum sie sie mögen, warum sie für einen heilig sind...
Segenstext zum Abschluss Dabei können die TN einander die Hände auf den Rücken oder die Schulter legen.
''Gott soll dich segnen, weil du besonders bist, er soll dich frei machen von äußeren Zwängen, dass du so leben kannst, wie es dir entspricht.
Er soll dir seine Liebe spüren lassen, damit du weißt, dass du gut bist, so wie du bist, dass du schön bist und einzigartig.
Er soll dich heil und zufrieden sein lassen und dir den Rücken stärken.'' |
Weitere Ideen:
Einstiegsspiel: Hochstapeln
JedeR TN bekommt eine Kurzbeschreibung einer heiligen Person. Dann setzen sich alle im Kreis auf und die Spielleitung stellt Fragen. Wenn ich eine Frage mit Ja beantworte, rutsche ich auf den nächsten Platz, auf dem schon jemand sitzt und setze mich auf dessen Schofl. Wenn jemand auf meinem Schofl sitzt bin ich blockiert und kann nicht weiterrutschen, bis ich wieder frei bin.
Mögliche Fragen: Ist deinE HeiligeR einE MärtyrerIn? War er/sie ÖsterreicherIn? Hat er/sie ein Kloster/einen Orden gegründet? Gefällt dir der Name deiner heiligen Person? Lebte deine Person vor mehr als 100 Jahren? Hat deinE HeiligeR vielen Menschen geholfen? Ist deine Person eines natürlichen Todes gestorben? Hatte deinE HeiligeR viele Feinde? Hatte deinE HeiligeR viel Geld? War dir die Person vorher schon bekannt? Kennst du jemanden der/die den selben Namen trägt? War deine Person ein Priester? Ist deine Person eine Frau? Hatte deine Person Kinder? ...
Auch ich bin heilig: eigene Heiligenbiographie
Die TN schreiben über sich selbst eine fiktive Heiligenbiographie: Warum wurde ich heilig gesprochen? Welche Wunder habe ich bewirkt? Wofür bin ich Schutzpatron? Wer verehrt mich besonders (Berufsgruppe...)? Mit welchen Attributen werde ich dargestellt?
