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Inhalt:

Gruppenstunde ''Vorurteile''

Infobox

Keywords:

Gruppenstunde Vorurteile

Schwarzer Peter Konflikte

Ausgrenzung

TN-Zahl: 8 - 15 TN
Dauer: 60 - 90 Min.
Materialien:

Plakat, Stifte, diverse Bilder von

Menschen, Schwarze Peter-Karte,

mit unten stehenden Rollen

beschriebene Etiketten

Ort: drinnen
ErstellerIn: Behelf 33 Gruppenstunden
eingereicht von/am: 

Philipp / März 2009

 

In zwei Gruppenstundenvorschlägen geht es nun um das Thema “Vorurteile” - diese Stunden passen auch gut nacheinander; oder wähle aus, was dir für deine Gruppe geeigneter erscheint!

 

 

Zeit Methode Inhalte/Stichworte Material
30 Min. Vorurteile

Eröffnungsspiel: Bedrohungskreis

(siehe Konflikte in der Jugendgruppe)

 

Thema “Menschenkenntnis”:

Die Gruppe wird zweigeteilt. Nun werden verschiedene Bilder von Menschen aufgelegt, dazu

sollen die TN Eigenschaften formulieren; die einen bekommen negative Vorinformationen

(“darunter könnte auch ein Verbrecher sein”), die anderen keine Vorinformationen. Zur

Aufarbeitung erfolgt der Vergleich der Ergebnisse, dann das Gespräch in der Gruppe darüber.

 

Mündliches Brainstorming zu “Vorurteilen”: Wo begegnen sie mir?

 

Diskussion/Reflexion

 

Als Abschluss ein Spiel (z.B. “Mörder”)

Die TN schließen die Augen. Der/die GL bestimmt einen oder mehrere MörderInnen (1 für 8

TN, 2 für 12 TN, 3 für 16 TN,...) mit einer Berührung auf die Schulter. Wenn das geschehen

ist, dürfen die TN die Augen wieder öffnen.

Nun bewegen sich alle TN durch den Raum. Der Mörder „tötet“ durch zublinzeln, kurz nach

dem „Attentat“ „stirbt“ das Opfer spektakulär.

Wenn mindestens 2 MitspielerInnen einen Verdacht haben, wer der Mörder sein könnte,

melden sie das bei der Spielleitung. Auf „1,2,3“ zeigen sie auf die Person, die sie

verdächtigen. Haben sie verschiedene Personen im Visier, passiert nichts. Wenn sie eine

falsche Person beschuldigen, sterben sie selbst. Wenn sie gemeinsam den richtigen Mörder

verdächtigen, dann ist dieser entlarvt und aus dem Spiel.

Dieses Spiel endet „natürlich“: entweder bleiben keine MörderInnen oder keine TN mehr

über.

Plakat, Stift,

verschiedene Bilder

von Menschen

30 -

60 Min.

Schwarzer Peter

Schwarzer Peter“ ist ein Spiel, das dazu anregt, den Gründen und Ursachen für

AusländerInnenfeindlichkeit und Rassismus in Österreich nachzugehen. Es behandelt die

Frage nach den Opfern, wer die Täter sind und wo die Schuld für alles zu suchen ist.

Mit anderen Rollen ist dieses Spiel auch zu jedem anderen Thema zu verwenden, wo jemand

“Schuld” hat.

 

Ablauf:

Alle MitspielerInnen sitzen in einem Kreis. Jeder/m TN wird anhand eines Klebeetiketts eine

Rolle zugewiesen, die für alle gut sichtbar angeheftet wird.

Die Spielleitung nimmt die Karte des „Schwarzen Peters“, sucht sich aus der Reihe der

MitspielerInnen eine Rolle heraus und schiebt der betreffenden Person für alle sichtbar den

„Schwarzen Peter“ zu. Die Übergabe muss begründet werden, z.B. „Schuld an rassistischen

Phänomenen ist die FPÖ, weil sie ...“

Die Person, die den „Schwarzen Peter“ erhalten hat, kann die Schuld zurückweisen, in dem

sie sich als Opfer darstellt. Anschließend sucht sie nun selbst eine RollenvertreterIn aus,

der sie ihrerseits die Karte zuschieben kann.

 

Es kann die Regel aufgestellt werden, dass jeder den „Schwarzen Peter“ nur einmal

bekommen darf. Dann wäre das Ende des Spiels erreicht, wenn jemand als letzter die Karte

nicht mehr los wird.

 

Eine andere Möglichkeit wäre, dass alle die Karte beliebig oft erhalten dürfen. In diesem Fall

kann während des Spiels mitnotiert werden, welche RollenvertreterInnen den „Schwarzen

Peter“ am häufigsten zugeschoben bekommen.

 

Das Spiel ist spätestens dann zu Ende, wenn den RollenvertreterInnen die „Argumente“

ausgehen oder sie sich wiederholen. Im Anschluss an das „Schwarzer–Peter–Spiel“ setzen sich

die MitspielerInnen im Kreis zusammen und erzählen sich, wie sie sich dabei gefühlt haben.

 

Zweite Runde:

Eine zweite Runde kann mit offenen Rollen zur Frage „Wer sind die Hauptleidtragenden an

der österreichischen Asylpolitik?“ gespielt werden.

z.B.: AsylbewerberInnen, Kinder, Arbeitslose, soziale Organisationen,...

 

Kommentar:

Im Lauf des Spiels erfahren die TeilnehmerInnen, wie leicht es ist, Schuld zurückzuweisen

und weiterzugeben. Dies zu thematisieren ist der Hauptzweck von „Schwarzer Peter“.

Außerdem eignet es sich auch zur Hinterfragung von Opfer- und Täterrollen. Besonders zu

beachten ist, ob sich reale VertreterInnen von Rollenzuschreibungen in der Gruppe befinden.

Diese sollen sich dann nicht selbst spielen, sondern sich in eine andere Rolle/Position hinein

versetzen.

„Schwarze Peter“-

Karte, mit unten

stehenden Rollen

beschriebene

Etiketten oder

Klebestreifen

 

 

Vorlage

Spielkarten:  

 

soziale Organisationen   

 

Die ÖVP

Die EU

 

Die Wirtschaft Die Polizei

Die Arbeitslosen    

 

Ausländer/Innen

Die Grünen

Die FPÖ

 

Die Medien Neonazis

Jörg Haider

 

Bürgerkriege offene Rollen

Die SPÖ

 

Die Bevölkerung   offene Rollen

 

 

22.06.2015
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