Gruppenstunde ''Erntedank Verantwortung''
| Zeit | Methode | Inhalte/Stichworte | Sozialform | Material |
| Ziel |
Ernährungssicherheit, Fairer Handel (EZA), Mobilität & Umwelt (Verkehrslawine, Billigflüge, …), Umweltschutz, Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung |
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| 5 Min. |
Bibelstelle Gen1,26-31 |
Die Ausdrücke, die in Gen 1 mit untertan machen, unterwerfen oder auch beherrschen übersetzt werden, klingen im Hebräischen noch viel schrecklicher. Eigentlich müsste man sie mit niedertreten, zerstampfen, zertreten übersetzen. Sie entstammen der babylonischen und ägyptischen Hofsprache, in der die altorientalische Königsideologie nachklingt: Könige haben ihre feindlichen Heere niedergetreten. Man darf annehmen, dass diese Ausdrücke damals schon nicht mehr wörtlich genommen wurden; sie wollten ganz einfach die mächtige Überlegenheit der Könige zum Ausdruck bringen. Das Königliche darf durchaus mitklingen, wenn es Gen 1,28 heißt: „... macht euch die Erde untertan. Herrscht über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über alles Getier ... !". Das Alte Testament beschreibt mit den Ausdrücken vom Herrschen ein Königtum, das es im Licht Gottes sieht, des guten Hirten, der für seine Herde sorgt, sie auf guten Auen weiden lässt, das Verlorene sucht usw. (vgl. Ez 34; Ps 23 u. a.). Im Zusammenhang von Gen 1 ist noch auf Folgendes aufmerksam zu machen: Auf all dem, was sich der Mensch untertan machen soll, auf allen Tieren, über die er herrschen soll, liegt der Segen Gottes (vgl. Gen 1,22), und auch die Menschen, denen Gott den königlichen Auftrag des Herrschens gibt, werden von ihm gesegnet (Gen 1,28). Das heißt doch, dass alles Geschaffene, Menschen und Tiere und gar alles, zur Fülle des Lebens gelangen soll, und dass der Mensch im Dienste dieses Lebens steht. |
Bibel | |
| Ziele |
>> Einüben, was es heißt Verantwortung für die Schöpfung zu übernehmen >> Bewusstes Einkaufen und Essen >> Blick schärfen: Würde des Menschen & Würde der Natur gehören zusammen |
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| 10 Min. | Einstieg | Essensplan der vergangenen Woche aufzeichnen lassen | Plenum | Papier, Stifte |
| 20 Min. | Gruppenstart |
Gemeinsam einkaufen gehen und kochen mit biologischen Zutaten – beim Einkauf Lebensmittelcheck im Supermarkt. (www.marktcheck.at). In welchen Lebensmitteln finden sich Zusatzstoffe (E), Aromen, Gentechnik? |
Plenum | Lebensmittel |
| 15 Min. | Variante |
Verkostung von Bioprodukten/fair gehandelten Lebensmitteln mit konventionellen Lebensmitteln im Vergleich; + Auf ein Plakat ein großes E aufzeichnen. In dieses E werden dann alle Lebensmittel geschrieben, in denen sich ein E findet. |
Plenum | Bio-Lebensmittel |
| mögliche Aktionen |
BESUCH BIOBAUERNHOF Ziemlich sicher gibt es in der Umgebung einen Biobauernhof, den ihr besuchen könnt. Ihr macht einen Termin aus und ladet euch zur Produktverkostung ein.
VERKAUF FAIR GEHANDELTE PRODUKT Im Vorfeld der Aktion beschäftig ihr euch mit dem Fairen Handel. Informationen dazu bekommt ihr bei uns (E kj.pfarre.gemeinde@dioezese-linz.at) oder im WEKEF Linz (H www.welthaus.at) Dann besorgt ihr euch für das Erntedankfest fair gehandelte Produkte aus einem EZA Laden und verkauft diese vor der Kirche. Der Erlös des Verkaufs kann für ein Projekt (z.B. Biodiversität) verwendet werden. Vielleicht gibt es in eurer Pfarre auch einen EZA Kreis.
FAIRE JAUSE Die Idee ist ganz einfach: Eure Jugendgruppe trifft sich zu einer gemütlichen Jause. Eine geschulte ReferentIn kauft vorher die Produkte ein und informiert euch über Hintergründe von fair und bio. Das ist doppelter Genuß: ihr genießt ausgezeichnete und gesunde Produkte und die ArbeiterInnen und ProduzentInnen aus den Herkunftsländern unserer Lebensmittel können ein menschenwürdiges Leben führen! Informationen bekommt ihr beim WEKEF Linz (H www.welthaus.at)!
VERKAUF/PRODUKTION VON SÜSSMOST Ihr produziert im Oktober/November mit eurer Jugendgruppe gemeinsam Süßmost, den ihr dann (z.B.: am Jugendsonntag, an einem Glühmoststand, …) für einen guten Zweck, den ihr auch ausgesucht habt, verkauft. Dafür braucht es einiges an organisatorischem Aufwand. Vom Mostmachen selbst bis zum Verkaufen ist dann aber viel Lust- und Sinnvolles dabei.
SLOW FOOD Die Slow Food Bewegung kommt aus Italien und wurde nicht als Gegenprogramm zum Fast Food ins Leben gerufen. Es geht dabei um regionale Gerichte, Biodiversität, Genuss beim Essen, … Mehr Infos findest du unter H www.slowfood.at oder H www.kjooe.at/aufdanken/slowfood |
Plenum |
abhängig von der gewählten Aktion |
