Gruppenstunde ''Emmausjünger''
| Zeit | Methode | Inhalte/Stichworte | Sozialform | Material |
| 10 Min. | Einstieg |
Die TN stellen sich mit dem Rücken zur Wand und überlegt (im Stillen) wie viele Schritte sie bis zur gegenüberliegenden Wand (oder Baum, oder Polster….) machen müssten, um sie zu erreichen. Der GL soll diese Schritte dann aufschreiben. Die TN sollen sich nicht von den anderen beeinflussen lassen, denn jeder macht andere Schritte - eben kleinere oder größere. Jetzt schließen allen TN die Augen. Nicht schummeln! Die/Der erste geht nun ihre/seine Anzahl an Schritten. Der GL achtet darauf, dass sich niemand verletzt. Dann stehen bleiben und erst jetzt darf geschaut werden. Danach kommt die/der nächste. Nachdem alle TN ihre Schritte gegangen sind wird verglichen. |
Plenum | |
| 10 Min. |
Reflexion / Diskussion |
GL sagt: >> Ich als Firmbegleiter habe hier die Stelle eingenommen, die sonst Gott zusteht. Du hast mich nicht gesehen, so wie du Gott nicht siehst. Ich habe aufgepasst, dass du nirgends anstößt. Gott will auch immer dass dir nichts passiert. >> Was wäre geschehen, wenn du wütend dieses Spiel gemacht hättest? (Antwort: Du wärst wohl an etwas dagegen gerannt. Du hättest die Hilfe nicht akzeptiert.) >> Wir haben ein großes Glück, weil Gott uns gern hat. Er schickt auch uns immer wieder Menschen, die uns weiterhelfen. Gott ist bei uns, er will dass es uns gut geht. >> Hört nun die Geschichte: Spuren im Sand. (im Anhang) |
Plenum | |
| 10 Min. | Aufgabe |
Gott ist bei uns. Gott hat uns gemacht. Wie er das gemacht hat, weiß kein Mensch. Es war ja auch keiner dabei. Er hat die ganze Schöpfung gemacht. Wir können nur darüber staunen und uns freuen. Jetzt habt ihr eine Aufgabe: Jeder von euch geht für ca. 5 Minuten (möglichst still) herum und überlegt, wo er überall Gottes Spuren entdecken kann. (oder bei Schlechtwetter: seht aus dem Fenster) Dann treffen wir uns gemeinsam wieder und tauschen unsere Gedanken aus. (man findet ihn z. B.: in einer Blume, im Lächeln, in einem Tier, in einem Menschen, überall wo es Frieden, Liebe und Wärme gibt…) |
Plenum / Einzeln | |
| 10 Min. | Reflexion |
Zettel mit einem schwarzen Fleck in der Mitte legen. Was seht ihr hier? Und, was könnte das sein? Merkt ihr, man redet nur über diesen kleinen Fleck. So, als ob es „nur“ einen Fleck zu sehen gäbe. Das stimmt nicht ganz. Denn außer diesem Fleck ist noch eine weiße Fläche zu sehen, die viel größer ist als die dunkle Fläche. Trotzdem redet man nur über die dunkle Stelle. So wie in unserem Leben. Doch man redet nicht gerne über seine dunklen Flecken, viel lieber über die Flecken der anderen. |
Plenum |
Zettel mit einem schwarzen Fleck in der Mitte |
| 15 Min. | Diskussion |
Was sind diese/unsere Flecken? (kleine und große Ausreden, Gemeinheiten,…) Aber solche Flecken entstehen nicht nur, wenn wir zu anderen gemein sind, sondern sie entstehen auch, wenn wir etwas Schlimmes erleiden, also etwas was uns sehr traurig macht. >> Was glaubt ihr: Woher kommt das Leid in der Welt? (von Menschen gemacht, - gebrochene Versprechen, missbrauchtes Vertrauen, unerfüllte Wünsche, eigenes Versagen - und Naturkatastrophen) >> Wie reagieren die Menschen, wenn sie leiden? (weinen, jammern, schreien, schimpfen auf Gott) >> Wie reagieren Menschen, wenn sie enttäuscht wurden? (traurig, unsicher, wütend, sie gehen entweder auf Angriff über oder sie ziehen sich zurück: Flucht, Run auf Videos, PC-Spiele, Disco, Alkohol, Zigaretten, Drogen.)
Doch oft entstehen dadurch nur neue Enttäuschungen. Aber Enttäuschungen gehören zum täglichen Leben. (nach jeder Frage, darf jeder etwas dazu sagen) >> Was macht dich traurig? >> Wo bist du unsicher? >> Wo wirst du wütend? |
Plenum | |
| 3 Min. | Überleitung |
Damals ist es einigen Jüngern genauso ergangen wie euch jetzt. Stellt euch vor: Da erleben die Jünger: wie gut Jesus ist, wie toll er reden kann, wie er Menschen heilt, wie viele Menschen von ihm begeistert sind und jetzt ist er tot. Sie ärgern sich, denn sie finden das so ungerecht und so gemein. Sie sind traurig, unsicher und wütend. Sie haben nur einen Gedanken, fort. Zwei Jünger gehen fort - nach Emmaus.
Kerze auf den Fleck stellen, noch nicht anzünden Wem kannst du eigentlich von deinen Sorgen oder Problemen erzählen?
Die 2 Jünger, die damals nach Emmaus gingen, waren so in ihren Sorgen vertieft, dass sie den Mann der zu ihnen kam, nicht erkannten. Der Mann hörte ihnen zu und ging mit, bis nach Emmaus. Aber dieses Erzählen, dieses Reden können, das war für die zwei Freunde von Jesus eine Befreiung, eine große Erleichterung.
Kerze anzünden |
Plenum | Kerze, Zündhölzer |
| 2 Min. | Gebet |
Danke Herr, dass wir jemanden haben, dem wir unsere Probleme sagen können. Denn, wenn ich reden kann, und der andere hört mir zu, dann wird mein Herz leicht. Dann ist mir schon ein wenig geholfen. Gott steh` all denen bei, die niemanden haben, mit dem sie reden können, und hilf uns allen, dass wir immer aufrichtig von unseren Gefühlen und Problemen reden können. Verzeih uns aber auch, weil wir auf dich oft vergessen, obwohl wir wissen, dass du immer für uns da bist und uns zuhörst. Danke, dass du uns gern hast, so wie wir sind. |
Plenum | |
| 10 Min. | Diskussion |
>> Was macht dich, wieder fröhlich oder glücklich, wenn du traurig oder wütend bist? >> Wie sehen Menschen aus, die glücklich oder fröhlich sind? (sie lächeln, gehen aufrecht, tanzend, beschwingt…) >> Wie erkennt man traurige Menschen beim Gehen? (gebückt, Kopf und Schultern sind gesenkt, langsam) |
Plenum | |
| 5 Min. |
Bibelstelle Lk 24,13-31 |
Weil der Mann mit den 2 Jüngern ein Stück des Weges gegangen war, und mit ihnen redete, wurde ihr Herz leichter. Da es bereits dämmrig wurde, luden sie ihn ein, ihr Gast zu sein. Der Mann setzte sich mit ihnen zu Tisch. Aber nicht die Jünger sprachen das Tischgebet, sondern der Mann. Er nahm das Brot in seine Hände, dankte Gott dafür und gab den beiden zu essen. Da erst erkannten sie ihn. Sie begriffen, wer der Mann war, der sie die ganze Strecke begleitet hatte, der sie so getröstet hatte, der ihnen auch vieles erklärt hatte. Es war Jesus selbst! In dem Augenblick, als sie es endlich begriffen hatten, verschwand Jesus. Aber merkwürdig, es machte sie nicht traurig. Sie waren einfach glücklich. Dann liefen die beiden, so schnell sie konnten, nach Jerusalem zurück. Ganz glücklich und außer Atem kamen sie dort an. Sie mussten es einfach allen sagen. Jesus war auferstanden und er lebte! |
Plenum | Bibel |
| 5 Min. | Diskussion |
>> Wo kann man Jesus heute entdecken? (Gemeinde, Mission, Diakonie, Bibel, am Leben von Menschen,…) |
Plenum | |
| 10 Min. | Auflockerung |
Wir machen nun ein kleines Spiel. Jeder von euch kennt das Spiel: Stadt, Land, Fluss. Wir machen es etwas einfacher. Wer wird schneller sein? Jeder schreibt auf einen Zettel: E M M A U S Auf los, geht’s los! Jeder Buchstabe ist der Anfangsbuchstaben eines Wortes. Wer fertig ist schreit laut: Halt. Und niemand darf mehr schreiben, dann wird verglichen, bei gleichen Namen = 5 Pt. Bei einzigartigen Namen = 10 Pt. Hat keine/r einen Namen mit diesem Buchstaben gefunden = 20 P 1. Nur Mädchennamen! (zum Beispiel: Elisabeth, Maria, Manuela, Anna, Ulrike, Sandra) und dann vergleichen. 2. Nur Bubennamen! (Erich, Michael, Moritz, Alfred, Ullrich, Siegfried) vergleichen. 3. Nur Tiere! (Esel, Maus, Maulwurf, Aasgeier, Uhu, Schmetterling) vergleichen |
Plenum | Zettel, Stifte |
| 10 Min. | Abschluss |
Frage: Wie war dieses Spiel? Nun seid ihr bereit, so wie diese Jünger – mit Begeisterung, beim nächsten Spiel mit zu machen.
Macht einen engen Kreis. Hackt euch mit den Händen ein. Und nun stellt euren rechten Fuß über den linken Fuß eures Nachbarn. So, und nun geht’s los. Firmleiter beginnt mit seinem rechten Fuß auf den Boden zu klatschen. (Im Uhrzeigersinn!) Als nächster kommt der Fuß seines rechten Nachbarn dran. Dann der Fuß seines linken Nachbarn, dann wieder sein eigener. Geht es ohne Fehler? (Wenn zu wenig Leute sind, kann man auch sich niederknien, seine Schuhe ausziehen, an den Händen anziehen und dann genauso spielen, wie oben beschrieben.) |
Plenum |
Spuren im Sand
Ich träumte eines Nachts, ich ging am Meer entlang mit Gott, meinem Herrn. Da blieb er stehen und zeigte in den Sand, wo ich mein Leben sehen konnte, wie in einem Film. Nachdem das letzte Bild an uns vorbei geglitten war, sah ich zurück und stellte fest, dass in den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur zu sehen war.
Das verwirrte mich sehr, und ich wandte mich an den Herrn: „Du, das verstehe ich jetzt nicht! Als ich dir damals, alles was ich hatte, übergab, um dir zu folgen, da sagtest du, du würdest immer bei mir sein. Warum hast du mich verlassen, als ich dich so verzweifelt brauchte?“
Der Herr nahm meine Hand, lächelte und sagte: „Geliebtes Kind, nie ließ ich dich allein, schon gar nicht in Zeiten der Angst und Not. Wo du nur ein Paar Spuren in dem Sand erkennst, sei ganz gewiss: ICH HABE DICH GETRAGEN!“
Kopiervorlagen:
Gruppenstunde_Emmausjuenger_Vorlage.pdf
