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Inhalt:

Gruppenstunde ''Emmausjünger''

Infobox

Keywords:

Gruppenstunde Ostern Emmausjünger

Emmaus Auferstehung Lk24,13-31

TN-Zahl 15 TN
Dauer: 100 Min.
Materialien: Papier, Kerze, Zünder, Stifte
Ort: Jugendraum
ErstellerIn: Willi Seufer-Wasserthal
eingereicht von/am:  Willi Seufer-Wasserthal / März 2009


 

Zeit Methode Inhalte/Stichworte Sozialform Material
10 Min. Einstieg

Die TN stellen sich mit dem Rücken zur Wand und überlegt (im Stillen) wie viele

Schritte sie bis zur gegenüberliegenden Wand (oder Baum, oder Polster….)

machen müssten, um sie zu erreichen. Der GL soll diese Schritte dann

aufschreiben. Die TN sollen sich nicht von den anderen beeinflussen lassen, denn

jeder macht andere Schritte - eben kleinere oder größere.

Jetzt schließen allen TN die Augen. Nicht schummeln! Die/Der erste geht nun

ihre/seine Anzahl an Schritten. Der GL achtet darauf, dass sich niemand verletzt.

Dann stehen bleiben und erst jetzt darf geschaut werden. Danach kommt die/der

nächste. Nachdem alle TN ihre Schritte gegangen sind wird verglichen.

Plenum  
10 Min.

Reflexion /

Diskussion

GL sagt:

>>  Ich als Firmbegleiter habe hier die Stelle eingenommen, die sonst Gott

      zusteht. Du hast mich nicht gesehen, so wie du Gott nicht siehst. Ich habe

      aufgepasst, dass du nirgends anstößt. Gott will auch immer dass dir nichts

      passiert.

>>  Was wäre geschehen, wenn du wütend dieses Spiel gemacht hättest?

      (Antwort: Du wärst wohl an etwas dagegen gerannt. Du hättest die Hilfe

      nicht akzeptiert.)

>>  Wir haben ein großes Glück, weil Gott uns gern hat. Er schickt auch uns

      immer wieder Menschen, die uns weiterhelfen. Gott ist bei uns, er will dass

      es uns gut geht.

>>  Hört nun die Geschichte: Spuren im Sand. (im Anhang)

Plenum  
10 Min. Aufgabe

Gott ist bei uns. Gott hat uns gemacht. Wie er das gemacht hat, weiß kein

Mensch. Es war ja auch keiner dabei. Er hat die ganze Schöpfung gemacht. Wir

können nur darüber staunen und uns freuen.

Jetzt habt ihr eine Aufgabe: Jeder von euch geht für ca. 5 Minuten (möglichst

still) herum und überlegt, wo er überall Gottes Spuren entdecken kann. (oder bei

Schlechtwetter: seht aus dem Fenster)

Dann treffen wir uns gemeinsam wieder und tauschen unsere Gedanken aus.

(man findet ihn z. B.: in einer Blume, im Lächeln, in einem Tier, in einem

Menschen, überall wo es Frieden, Liebe und Wärme gibt…)

Plenum / Einzeln  
10 Min. Reflexion

Zettel mit einem schwarzen Fleck in der Mitte legen.

Was seht ihr hier? Und, was könnte das sein?

Merkt ihr, man redet nur über diesen kleinen Fleck. So, als ob es „nur“ einen

Fleck zu sehen gäbe. Das stimmt nicht ganz. Denn außer diesem Fleck ist noch

eine weiße Fläche zu sehen, die viel größer ist als die dunkle Fläche. Trotzdem

redet man nur über die dunkle Stelle.

So wie in unserem Leben. Doch man redet nicht gerne über seine dunklen

Flecken, viel lieber über die Flecken der anderen.

Plenum

Zettel mit einem

schwarzen Fleck in

der Mitte

15 Min. Diskussion

Was sind diese/unsere Flecken? (kleine und große Ausreden, Gemeinheiten,…)

Aber solche Flecken entstehen nicht nur, wenn wir zu anderen gemein sind,

sondern sie entstehen auch, wenn wir etwas Schlimmes erleiden, also etwas was

uns sehr traurig macht.

>>  Was glaubt ihr: Woher kommt das Leid in der Welt? (von Menschen gemacht,

      - gebrochene Versprechen, missbrauchtes Vertrauen, unerfüllte Wünsche,

      eigenes Versagen - und Naturkatastrophen)

>>  Wie reagieren die Menschen, wenn sie leiden? (weinen, jammern, schreien,

       schimpfen auf Gott)

>>  Wie reagieren Menschen, wenn sie enttäuscht wurden? (traurig, unsicher,

       wütend, sie gehen entweder auf Angriff über oder sie ziehen sich zurück:

       Flucht, Run auf Videos, PC-Spiele, Disco, Alkohol, Zigaretten, Drogen.)

 

Doch oft entstehen dadurch nur neue Enttäuschungen. Aber Enttäuschungen

gehören zum täglichen Leben. (nach jeder Frage, darf jeder etwas dazu sagen)

>>  Was macht dich traurig?

>>  Wo bist du unsicher?

>>  Wo wirst du wütend?

Plenum  
3 Min. Überleitung

Damals ist es einigen Jüngern genauso ergangen wie euch jetzt. Stellt euch vor:

Da erleben die Jünger: wie gut Jesus ist, wie toll er reden kann, wie er Menschen

heilt, wie viele Menschen von ihm begeistert sind und jetzt ist er tot.

Sie ärgern sich, denn sie finden das so ungerecht und so gemein. Sie sind

traurig, unsicher und wütend. Sie haben nur einen Gedanken, fort.

Zwei Jünger gehen fort - nach Emmaus.

 

Kerze auf den Fleck stellen, noch nicht anzünden

Wem kannst du eigentlich von deinen Sorgen oder Problemen erzählen?

 

Die 2 Jünger, die damals nach Emmaus gingen, waren so in ihren Sorgen

vertieft, dass sie den Mann der zu ihnen kam, nicht erkannten. Der Mann hörte

ihnen zu und ging mit, bis nach Emmaus. Aber dieses Erzählen, dieses Reden

können, das war für die zwei Freunde von Jesus eine Befreiung, eine große

Erleichterung.

 

Kerze anzünden

Plenum Kerze, Zündhölzer
2 Min. Gebet

Danke Herr, dass wir jemanden haben, dem wir unsere Probleme sagen können.

Denn, wenn ich reden kann, und der andere hört mir zu, dann wird mein Herz

leicht. Dann ist mir schon ein wenig geholfen. Gott steh` all denen bei, die

niemanden haben, mit dem sie reden können, und hilf uns allen, dass wir immer

aufrichtig von unseren Gefühlen und Problemen reden können. Verzeih uns aber

auch, weil wir auf dich oft vergessen, obwohl wir wissen, dass du immer für uns

da bist und uns zuhörst. Danke, dass du uns gern hast, so wie wir sind.

Plenum  
10 Min. Diskussion

>>  Was macht dich, wieder fröhlich oder glücklich, wenn du traurig oder wütend

       bist?

>>  Wie sehen Menschen aus, die glücklich oder fröhlich sind? (sie lächeln, gehen

       aufrecht, tanzend, beschwingt…)

>>  Wie erkennt man traurige Menschen beim Gehen? (gebückt, Kopf und

       Schultern sind gesenkt, langsam)

Plenum  
5 Min.

Bibelstelle

Lk 24,13-31

Weil der Mann mit den 2 Jüngern ein Stück des Weges gegangen war, und mit

ihnen redete, wurde ihr Herz leichter.

Da es bereits dämmrig wurde, luden sie ihn ein, ihr Gast zu sein. Der Mann

setzte sich mit ihnen zu Tisch. Aber nicht die Jünger sprachen das Tischgebet,

sondern der Mann. Er nahm das Brot in seine Hände, dankte Gott dafür und gab

den beiden zu essen. Da erst erkannten sie ihn. Sie begriffen, wer der Mann war,

der sie die ganze Strecke begleitet hatte, der sie so getröstet hatte, der ihnen

auch vieles erklärt hatte. Es war Jesus selbst! In dem Augenblick, als sie es

endlich begriffen hatten, verschwand Jesus. Aber merkwürdig, es machte sie

nicht traurig. Sie waren einfach glücklich. Dann liefen die beiden, so schnell sie

konnten, nach Jerusalem zurück. Ganz glücklich und außer Atem kamen sie dort

an. Sie mussten es einfach allen sagen. Jesus war auferstanden und er lebte!

Plenum Bibel
5 Min. Diskussion

>>  Wo kann man Jesus heute entdecken? (Gemeinde, Mission, Diakonie, Bibel,

      am Leben von Menschen,…)

Plenum  
10 Min. Auflockerung

Wir machen nun ein kleines Spiel. Jeder von euch kennt das Spiel: Stadt, Land,

Fluss. Wir machen es etwas einfacher. Wer wird schneller sein? Jeder schreibt

auf einen Zettel: E M M A U S

Auf los, geht’s los! Jeder Buchstabe ist der Anfangsbuchstaben eines Wortes.

Wer fertig ist schreit laut: Halt. Und niemand darf mehr schreiben, dann wird

verglichen, bei gleichen Namen = 5 Pt. Bei einzigartigen Namen = 10 Pt. Hat

keine/r einen Namen mit diesem Buchstaben gefunden = 20 P

1.    Nur Mädchennamen! (zum Beispiel: Elisabeth, Maria, Manuela, Anna, Ulrike, 

       Sandra) und dann vergleichen.

2.    Nur Bubennamen! (Erich, Michael, Moritz, Alfred, Ullrich, Siegfried)

       vergleichen.

3.    Nur Tiere! (Esel, Maus, Maulwurf, Aasgeier, Uhu, Schmetterling) vergleichen

Plenum Zettel, Stifte
10 Min. Abschluss

Frage: Wie war dieses Spiel? Nun seid ihr bereit, so wie diese Jünger – mit

Begeisterung, beim nächsten Spiel mit zu machen.

 

Macht einen engen Kreis. Hackt euch mit den Händen ein. Und nun stellt euren

rechten Fuß über den linken Fuß eures Nachbarn. So, und nun geht’s los.

Firmleiter beginnt mit seinem rechten Fuß auf den Boden zu klatschen. (Im

Uhrzeigersinn!) Als nächster kommt der Fuß seines rechten Nachbarn dran. Dann

der Fuß seines linken Nachbarn, dann wieder sein eigener. Geht es ohne Fehler?

(Wenn zu wenig Leute sind, kann man auch sich niederknien, seine Schuhe

ausziehen, an den Händen anziehen und dann genauso spielen, wie oben

beschrieben.)

Plenum  

 

 

Spuren im Sand

Ich träumte eines Nachts, ich ging am Meer entlang mit Gott, meinem Herrn. Da blieb er stehen und zeigte in den Sand, wo ich mein Leben sehen konnte, wie in einem Film. Nachdem das letzte Bild an uns vorbei geglitten war, sah ich zurück und stellte fest, dass in den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur zu sehen war.

Das verwirrte mich sehr, und ich wandte mich an den Herrn: „Du, das verstehe ich jetzt nicht! Als ich dir damals, alles was ich hatte, übergab, um dir zu folgen, da sagtest du, du würdest immer bei mir sein. Warum hast du mich verlassen, als ich dich so verzweifelt brauchte?“

 

Der Herr nahm meine Hand, lächelte und sagte: „Geliebtes Kind, nie ließ ich dich allein, schon gar nicht in Zeiten der Angst und Not. Wo du nur ein Paar Spuren in dem Sand erkennst, sei ganz gewiss: ICH HABE DICH GETRAGEN!“

 

 

Kopiervorlagen:
Gruppenstunde_Emmausjuenger_Vorlage.pdf

 

 

17.06.2015
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