Gruppenstunde ''Maria Lichtmess''
Darstellung des Herrn, Dieser Festtag ist im Volksmund bekannt unter dem Namen "Maria Lichtmess" (2. Februar). Er erinnert daran, dass Josef und Maria für Jesus im Tempel die vorgeschriebene Opferhandlung vornahmen.
Dieses Fest, stützt sich auf die in Lk 2,22-39 berichteten Vorgänge. In Rom verband sich mit diesem Fest, für das es schon Zeugnisse aus dem
5.Jh. gibt, bald eine Lichterprozession durch die Stadt, die eine alte heidnische Sühneprozession verdrängen sollte. Die bei der christlichen Prozession mitgeführten Lichter erinnern an den Ausspruch Simeons von Christus als dem Licht zur Erleuchtung der Heiden. Ihre Segnung entstand noch vor der Jahrtausendwende in Gallien. Lichterweihe und Lichterprozession führten zu der deutschen Bezeichnung Lichtmeß. Im Osten hat dieses Fest den Namen Fest der Begegnung (Begegnung Jesu mit dem Tempel, mit Simeon und Anna).
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Ziel |
Methode |
Inhalte/Stichworte |
Sozialform |
Material |
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Ziele |
>> Maria als wichtige Gestalt in den Evangelien >> Ihr Leben und Wirken für den eigenen Glauben fruchtbar einbringen >> Nachspüren von Szenen mit Maria in den Evangelien |
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Vorbereitung |
Abgedunkelter Raum. In der Mitte steht eine große Kerze, rundherum sind Teelichter aufgestellt |
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Teelichter, Kerze |
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10 Min. |
Einleitung/ Einstieg |
nacheinander zünden die TN ein Teelicht an und tanzen mit Licht zum Kanon von Pachelbel in D-Dur (zu finden auf YouTube) anschließend setzen sich die TN in einem Sesselkreis auf |
Gruppenphase |
Zündhölzer, Musik |
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15 Min. |
Vorübung |
>> Raumwahrnehmung – verschiedene Perspektiven ausprobieren (Ameisensicht – Aussicht von hohem Punkt, Nähe-Distanz, Details- Überblick,…) >> Gefühle ausdrücken: Die TN bewegen sich gehend durch den Raum und versuchen zu von dem/der Leiterin vorgegebenen Impulsen Gefühle auszudrücken (z.B.: Wut, Verliebtsein, Trauer, Freude, Hilflosigkeit,…).
Am Ende eine kurze Runde durch alle TN: ein Satz, wie es ihnen dabei gegangen ist. |
Gruppenphase |
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10 Min. |
Hinführung |
Die TN bringen in der Gruppe biblische Szenen ein, die das Leben Marias, der Mutter Jesus erzählen (z.B.: Verheißung der Geburt LK 1,26-38; Geburt Jesu Mt 1,18-25; Flucht nach Ägypten Mt 2,13-15; Kreuzigung Joh 19,25-27; Nachösterliche Gemeinschaft in Jerusalem Apg 1,12-14) |
Gruppenphase |
Bibel |
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25 Min. |
Bibliodrama |
Statuentheater – Eine der oben genannten biblischen Szenen wird gemeinsam gelesen. Fragen zum Text vorab klären. Anschließend teilt sich die Gruppe. Die spielenden TN begeben sich in einen festgelegten Bühnenbereich, die anderen TN nehmen im „Zuseherraum“ Platz. Der/die Leiterin liest/erzählt die Stelle. Die ZuseherInnen haben die Augen geschlossen. Die spielende Gruppe formt das gesagte mit ihren Körpern ohne Worte (!) in Standbildern nach. Beim Wort „Bild“ des/der Leiterin öffnen die TN die Augen, betrachten für kurze Zeit die Szene und schließen die Augen dann wieder. Der/Die LeiterIn erzählt weiter bis zum nächsten „Bild“. |
Gruppenphase |
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15 Min. |
Reflexion |
a) Das Spiel rückblickend; >> Die TN haben die Möglichkeit Eindrücke auszudrücken; >> Was konnten die SpielerInnen bzw. ZuseherInnen beobachten? >> Wahrnehmungen (welche Gesten wurden wahrgenommen, was haben sie emotional bewegt,...) in die Gruppe einbringen; b) Bedeutung für das eigene Leben >> Was ist mir im Hinblick auf Maria bewusst geworden? >> Wie kann sie für mich/uns ein fruchtbares Vorbild sein? >> Wo entdecke ich in meinem eigenen Leben Situationen, die denen der Mutter Jesu ähnlich sind? |
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20 Min. |
Abrundung |
Gemeinsames Gestalten einer Gruppenkerze (eventuell Osterkerze) inspiriert vom Austausch in der Gruppe |
Gruppenphase |
große Kerze, Wachsblätter, Wachsstifte, Messer |
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10 Min. |
Abschluss |
Abschließender Tanz Pachelbel und ausblasen der Kerzen Gemeinsames Beten des Magnifikat (siehe Anhang) |
Gruppenphase |
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Magnifikat
Magnifikat: Hymnus im Neuen Testament: Der Lobgesang Elisabeths (Lk 1,46-55). Teil des Stundengebets der katholischen Kirche:
„Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter! Denn der Mächtige hat Großes am mir getan, und sein Name ist heilig. Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten. Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit einen Gaben und läßt die Reichen leer ausgehn. Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen, das er unsern Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig. Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.“
