Gruppenstunde ''Firmung in echt:zeit''
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Ziel |
TN beschäftigen sich mit ihrer Identität und schauen darauf, wann sie Momente erleben, wo sie echt sind. Wie sich das anfühlt, wie sie da aussehen, welche Momente ihres Lebens das genau sind. |
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| 10 Min. |
Eintieg
Ich bin die Zeit und wer bist du? |
Du stellst 3 Sessel nebeneinander. Die TN stellen sich gegenüber den Sesseln auf. Du als SpielleiterIn beginnst und setzt dich auf den mittleren Sessel. Du sagst: „Ich bin die Zeit und wer bist du?“. Die Aufgabe der TN ist es, so schnell wie möglich 2 Assoziationen zu dieser Frage zu finden z.b. „Wecker „und „zu spät gekommen“. Wer eine Idee hat setzt sich auf einen der beiden leeren Sessel und nennt das Wort. Sobald je ein TN auf den beiden Sesseln sitzt und eine Assoziation genannt hat, entscheidet sich die Person in der Mitte für die, die ihr am besten gefällt. Die nichtgewählte Person und die Person aus der Mitte verlassen die Plätze, die/der Erwählte setzt sich in die Mitte und sagt nun den Satz mit dem eigenen Wort, z.B. „Ich bin der Wecker und wer bist du?“ So entsteht eine lange Kette von Wörtern. Wichtig ist, dass es ganz schnell geht und nicht lange überlegt wird. (Je nach Thema kann man dieses Spiel natürlich auch mit |
Plenum | Sessel |
| 5 Min. | Scrabble |
Du bereitest ein großes Plakat vor und schreibst in die Mitte das Wort „Echtzeit“. Die TN überlegen sich Begriffe, die dazu passen und schreiben diese dazu und zwar in der Weise wie beim Spiel Scrabble: das neue Wort muss immer an mindestens einer Stelle ein bereits vorhandenes Wort kreuzen. |
Plenum | Plakat, Stifte |
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E S C H U L E H A T C Z H F R E U N D E I N T |
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| 5 Min. |
Text Ich bin einmalig
von Burghard Krause |
Ich kann nicht dichten wie Goethe Ich kann nicht komponieren wie Mozart Ich kann nicht logisch denken wie Einstein Ich bin nicht so beliebt wie Gottschalk Ich kann nicht malen wie Picasso Ich bin nicht so stark wie Mutter Teresa Ich kann nicht so regieren wie Clinton. Aber ich kann lachen wie ich lache Ich kann laufen wie ich laufe Ich kann denken wie ich denke Ich kann weinen wie ich weine Ich kann schreiben wie ich schreibe Ich kann malen wie ich male Ich kann helfen wie ich helfe Ich bin nicht großartig Ich bin nicht berühmt Ich rage nicht heraus. Aber mich gibt es nur einmal Ich bin einmalig Gott hat mich wunderbar gemacht. |
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| 5 Min. | Gruppenteilung |
Du liest den TN diesen Text vor und anschließend bilden sie zweier Gruppen – wenn möglich sollen TN zusammen gehen, die sich nicht so gut kennen. |
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| Familie Meier |
Wenn das nicht so einfach geht, kann man das Einteilen auch mit einem Spiel machen z.B. Gruppenteilungsspiel ''Familie Meier'' Du bereitest kleine Kärtchen vor auf die du verschiedene Familiennamen, die alle sehr ähnlich klingen, aber anders geschrieben werden, darauf schreibst. Es gibt von jedem Namen ein zweites Kärtchen. Die Kärtchen werden von den TN gezogen und sie müssen sich mit zusammen finden, in dem sie die Namen alle laut vor sich hinsagen. |
Kärtchen mit Namen |
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| 10 Min. | Interview |
Je zwei TN setzten sich zusammen. Sie stellen sich gegenseitig vor und fragen nach, wenn sie etwas interessiert. Das soll eine Vorbereitung für die nachfolgende Methode sein. |
Notizzettel | |
| 10 Min. | Steckbrief |
Nachdem die TN das Interview im Zweiergespräch geführt haben, macht jedeR für sich einen Steckbrief. Dafür steht (auf der Kopiervorlage) ein Männchen zur Verfügung, das beschriftet wird. Die TN schreiben darauf, wann sie Momente am Tag erleben, wo sie „echt“ sind, wo sie sich nicht verstellen müssen, sondern so sein können wie sie sein wollen. Diesen Steckbrief können die TN bunt gestalten. |
Kopiervorlag für alle TN | |
| 10 Min. | Fotogalerie |
Anschließend wird eine Fotogalerie mit diesen Steckbriefen erstellt, damit auch die anderen erfahren, wer sich wann echt fühlt. |
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| 5 Min. |
Geschichte zum Abschluss
von Gianni Rodari |
Der junge Krebs Ein junger Krebs dachte: „Warum gehen alle Krebse immer rückwärts? Ich will vorwärts gehen lernen, und mein Krebsschwanz soll mir abfallen, wenn ich es fertig bringe.“ Heimlich begann der Krebs zu üben. Überall stieß er sich und quetschte sich seinen Krebspanzer, unaufhörlich verfing sich ein Bein im anderen. Aber, von Mal zu Mal ging es ein bisschen besser, denn: Alles kann man lernen, wenn man will. Als er seiner Sache sicher war, stellte er sich vor seine Familie und sagte: „Jetzt schaut mir einmal zu!“ Er machte einen ganz prächtigen kleinen Lauf vorwärts. „Sohn“, brach da seine Mutter in Tränen aus, „bist du denn ganz verdreht? Komm doch zu dir – gehe so, wie es dich dein Vater und deine Mutter gelehrt haben. Gehe wie deine Brüder, die dich alle lieben.“ Seine Brüder jedoch lachten ihn nur aus. Der Vater schaute ihn eine Weile streng an und sagte dann: „Schluss damit. Wenn du bei uns bleiben willst, gehe wie alle Krebse. Rückwärts! Wenn du aber nach deinem eigenen Kopf leben willst, geh fort und komm nie mehr zu uns zurück!“ Der brave Krebs hatte die Seinen zwar zärtlich lieb, war aber so sicher, er handle richtig, dass ihm nicht die mindesten Zweifel kamen. Er umarmte seine Mutter, sagte Lebewohl zu seinem Vater und zu seinen Brüdern und machte sich auf in die Welt. Ob er weit kommt? Ob er sein Glück macht? Ob er sich echt fühlt? Ob er alle schiefen Dinge dieser Welt gerade richtet? Wir wissen es nicht, weil er noch mit dem gleichen Mut und der gleichen Entschlossenheit dahin marschiert wie am ersten Tag. |
Kopiervorlagen:
Gruppenstunde_echtzeit_Firmstunde_Anhang.pdf
