Adventwanderung „Warten“
Infobox:
Dauer: 60+ Min
TN-Zahl: beliebig
Ort: Weg mit Stationen, Pfarrsaal
Materialien: viele Laternen, Fackeln, Gläser mit Teelichtern zum Beleuchten der Stationen, Instrumente oder Musikbox, Adventkranz, Beamer, Laptop, Leinwand, Zutaten für den Punsch, Kekse, Handys
Anleitung:
| Inhalt | Material |
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Begrüßung und Kreuzzeichen: kurze Vorstellung des Vorbereitungsteams und dem Ablauf der Adventwanderung |
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1. Station: Geschichte zur Einstimmung: Die Alte, die auf Gott wartete (siehe Geschichte_Advent.pdf) Einladung zum Weitergehen und die Geschichte nachwirken lassen… |
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2. Station: Handy läutet… 1. Sprecher*in: Also wirklich! Und das während dem Adventstart. Das muss ja wirklich nicht sein. Mach bitte das Handy aus! Die andere Person zeigt sich davon unbeeindruckt und geht trotzdem ans Handy: 2. Sprecher*in: Hey! Hab ja schon lange nichts mehr von dir gehört. Du, im Moment ist es ungünstig. Ich bin gerade beim Adventstart, so 'ner religiösen Feier. Die Leute schauen schon ganz seltsam. Ob ich dir ein SMS geschickt habe? Nein! Was steht drin? Ich warte! – sonst nichts? Kein Absender? Keine Ahnung, wer auf dich wartet. Vielleicht meldet er oder sie sich ja noch einmal. Handy ertönt wieder mit einem SMS -Ton. Die Person schaut auf ihr Handy: 2. Sprecher*in: Oh super, eine SMS. Mal sehen, wer mir schreibt. Ich warte! Was soll das denn? Will mich jemand auf den Arm nehmen? Und dann kein Absender! Da hat wohl jemand meine Nummer einfach weitergegeben. Oder habe ich jemanden vergessen? Vielleicht einen Geburtstag? Mal überlegen… Die Person schaut nochmals auf ihr Handy 2. Sprecher*in: Schon wieder eine SMS! Was soll das denn? Ich warte!!! Diesmal auch noch mit drei Rufzeichen. Und wer wartet? Kein Absender. Ich hab wohl ein Date verpasst. Ob da jemand sauer auf mich ist? Oder enttäuscht, weil ich mich schon lange nicht mehr gemeldet habe? Ich warte! – Worauf warten wir eigentlich? 1. Sprecher*in: Wir laden euch nun ein, euch zu den Fragen auszutauschen. Wir gehen ein Stück des Weges weiter. Sprecht darüber zu zweit oder zu dritt:
Fragen zum Weitergehen und Einladung zum Austausch: Warte ich öfters? Auf was warte ich öfters? Wie geht's mir beim Warten? Zwischenstopp: Auf was wartest du im Advent? – in Stille nachdenken!
aus: SEEBERGER, Anton (Hg), 2011: Seht, die gute Zeit ist nah, Advent- und Weihnachtsgottesdienste, S. 86f |
Handy |
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3. Station: Ihr habt euch nun Gedanken zur Frage „Auf was wartest du im Advent?“ gemacht. Vervollständigt den Satz: Im Advent warte ich auf… und schickt eure Gedanken unter www.menti.com mit dem Code [hier Code von Mentimeter einfügen] an uns.
(Jemand muss vorher über Mentimeter ein Menti erstellen, alternativ können die Leute auch ihre Gedanken per SMS schicken)
Währenddessen wird ein besinnliches Musikstück live oder über eine Musikbox abgespielt Wenn alle fertig sind, fangen wir an uns auf den Rückweg zu machen. Wir nehmen alle Fackeln/Laternen mit. |
Handys, Instrumente oder Musikbox |
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4. Station: Text: Manchmal sind wir wie die Hirten Manchmal sind wir wie die Hirten, die in der Stille der Nacht auf die Geräusche hören, die sie umgeben, um aufzubrechen und der neuen Stimme zu folgen.
Manchmal sind wir wie die Weisen, die den Himmel beobachten und einen Stern suchen, der ein ganzes Leben verändern kann.
Manchmal sind wir wie die Wirte von Bethlehem, belegt bis in den letzten Winkel und haben für das entscheidende keinen Platz mehr.
Manchmal sind wir wie die Schriftgelehrten, die genau Bescheid wissen, aber unbeweglich bleiben, wo es nötig wäre zu gehen.
Manchmal sind wir wie die Könige, die nicht mehr die weit entfernten Sterne suchen, sondern vor dem Nahegekommenen die Knie beugen.
Manchmal sind wir wie Herodes, der aus Angst um den eigenen Thron die Schwächeren um das Lebens bringt.
Manchmal sind wir wie Maria und Josef auf der Suche nach einer Bleibe - nach dem Bleibenden.
(Verfasser*in unbekannt) |
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5. Station: Wir machten uns Gedanken über das Warten. Oft fällt uns das Warten schwer, z.B. an der Bushaltestelle. Kindern fällt das Warten auf Weihnachten schwer. Heute am ersten Adventsonntag zündeten wir die 1. Kerze am Adventkranz an. Wir hören nun die Bedeutung des Adventkranzes und was dieser mit dem Warten zu tun hat:
Die Entstehung des Adventkranzes Alle kennen ihn, alle mögen ihn, fast jede Familie hat einen zuhause und dennoch weiß kaum jemand, woher wir ihn haben: Den Adventkranz. Dabei entstand er aus sehr menschlichen Eigenschaften, nämlich der Ungeduld und aus dem Unbehagen über eine schier endlose Wartezeit bis zum Weihnachtsfest. Seine Herkunft ist nicht genau geklärt. Eine Überlieferung besagt: Von der ewigen Ungeduld bezüglich Weihnachten konnte der protestantische Priester Johann Hinrich Wichern ein Lied singen, war er doch im 19. Jahrhundert in der Jugendarbeit tätig. Im letzten Monat vor Weihnachten wurde er nahezu täglich von seiner Kindergruppe gefragt, wann denn nun endlich Weihnachten komme, und wie lange es noch dauern würde. Wichern meinte darauf stets wohlwollend, dass Weihnachten noch jedes Jahr gekommen sei und man sich auch heuer keine Sorgen machen müsse. Als sich das Spiel am folgenden Tag wiederholte und auch eine ganze Woche später noch nicht aufhören wollte, kam Wichern eine zündende Idee, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Er bastelte aus Tannenreisig einen Kranz, den er mit Zapfen und Bändern schmückte und mit vier großen Kerzen bestückte. In den vier Wochen vor Weihnachten wurde an jedem Sonntag eine weitere Kerze entzündet, brennt die vierte Kerze, ist das Christkind nicht mehr weit. So weit so gut, dachte sich Wichern, doch was er nicht bedacht hatte, war, dass die Kinder nun jeden Tag fragten, wann sie denn die nächste Kerze anzünden dürften. Warten konnte schon ganz schön anstrengend sein, fanden nicht nur Wichern und seine Pflegekinder, sondern finden noch heute zahlreiche Kinder und Erwachsene ebenso. Die Kath. Bevölkerung übernahm den Adventkranz erst im 20. Jahrhundert. Heute ist es allgemeine Sitte. Die Kerzen weisen auf Christus das Licht der Welt hin. Der grüne Kranz steht für Leben und Hoffnung.
Wir beten/singen nun gemeinsam das „Vater unser“.
Wir gehen nun gemeinsam zurück zum Pfarrheim. Im Saal schließen wir den Adventstart ab und laden danach zum gemütlichen Ausklang ein. |
Adventkranz |
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6. Station: Die Gedanken aus dem Menti werden groß an die Leinwand oder Wand gebeamt. Stille (zum Lesen der Gedanken)
Segensgebet und Segen: Advent: leben in der Wartestellung. Im Wartestand sein und das Erwartete bereits leben. Advent: nicht nur Zeit im Kirchenjahr, sondern Lebenshaltung und Glaubenshaltung. Dieses Warten lähmt nicht, vielmehr drängt es zur Gestaltung, zum Engagement – christliches Leben und Handeln und der Welt von heute. In dieser Zeit des Wartens segne uns der Gott, der schon längst auf uns wartet: Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.
Ausklang mit Kinderpunsch und Keksen |
Beamer, Laptop, Leinwand, Zutaten für den Punsch, Kekse |
Erstellt von: Theresa Schachinger
Aktualisiert von: Miriam Mair 2026
