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Inhalt:

Morgenlob „Zeit“

Spirituelle Impulse | Morgen- und Abendlob
St. Barbara Friedhof

Infobox

Dauer: 15 Min

TN-Zahl: mind. 1

Ort: ruhiger, ungestörter Ort

Materialien: Bibel, Liederquellen, evt. Musikinstrumente

 

Anleitung:

vorzubereiten: Wenn das Morgenlob nicht in einem Meditationsraum etc. stattfindet, dann den Raum entsprechend gestalten. (Kreis, Polster auflegen, Mitte gestalten, evt. Kerzen anzünden…)

 

Inhalt Material

Beginn 

Wir beginnen dieses Morgenlob im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen 

 

 

Bibelstelle 

Gen 1,14-19 

 

Bibel 

Lied 

Meine Zeit (Liederquelle Nr. 224, 1-2 Strophe) 

 

Liederquellen, evt. Musikinstrumente

Impuls 
Zeit begleitet den Menschen schon seit seinem Anbeginn, sie wird aber kulturell und je nachdem in welcher Zeitepoche unterschiedlich interpretiert. Bereits 30 000 Jahre vor Christus wurden die ersten Kalender entwickelt, 2000 Jahre vor Christus hat man in Ägypten begonnen, den Tag in 12 Stunden-Zeiträume einzuteilen. Mechanische Uhren, so wie wir sie heute kennen entstanden erst im 13. Jhdt. 

Doch warum hat der Mensch den Drang, sein Leben so auf die Zeit zu fixieren, es einzuteilen? 

Es liegt wohl daran, dass der Mensch sich seiner Endlichkeit bewusst ist. Er weiß, dass seine Zeit hier begrenzt ist. Sein Leben spielt sich ab zwischen einem Anfang und einem Ende und die Zeit, die dazwischen liegt, ist ihm geschenkt, es ist eine geschenkte Zeit, die einen klaren Anfang (die Geburt) und ein klares Ende (den Tod) hat. Dieser Beginn, die Geburt ist für den je 

einzelnen Menschen nicht bloß ein historisches Ereignis, sondern ein grundlegendes, es ist der Beginn einer je individuellen Zeitrechnung. Und wir können entscheiden, was wir mit dieser geschenkten Zeit machen, wie wir sie füllen. 

 

Zeit und Mensch sind also unabdingbar miteinander verbunden. Auch das Menschsein ist uns geschenkt, wir Christen glauben, dass es uns von Gott geschenkt ist, es ist eine Gabe an uns und diese Gabe ist gleichzeitig auch Aufgabe, eine Herausforderung, v.a. dann, wenn wir uns bewusstwerden, dass unsere Zeit eben begrenzt ist. 

 

Wie Menschen mit dieser geschenkten Zeit umgehen, ist kulturell verschieden. Diese Zeitfenster sind für alle Menschen gleich. Dennoch gibt es, mit Ausnahme der Sprache, nichts, was verschiedene Kulturen so unterscheidet wie ihr Zeitempfinden. Die Hopi-Indianer leben im nordöstlichen Arizona, in den USA und kennen kein Wort für Zukunft und Vergangenheit. Für sie ist alles Gegenwart, in ihren Zeitrhythmen orientieren sie sich an den Vorgaben der Natur. In der westlichen Welt erleben wir Zeit als messbar und als linear. Wir versuchen sie möglichst effizient zu nutzen, um zukunftsorientierte Ziele zu erreichen. In unserer ökonomisierten Gesellschaft stehen die Sätze „Zeit ist Geld“ oder „du musst das Beste aus deiner Zeit herausholen“ an oberster Stelle. Das stresst viele Menschen und viele fühlen sich völlig fremdbestimmt und haben das Gefühl, dass andere über ihre geschenkte Zeit verfügen. Wann hast du das letzte Mal bewusst Zeit geschenkt bekommen? Wie hast du sie ausgefüllt? 

 

Kopien mit Psalm 139,1-18 

Stille 
 

 

Lied 

Meine Zeit (Liederquelle Nr. 224, 3. Strophe ) 
 

Liederquellen, evt. Musikinstrumente 

Segen 

Möge Gott uns segnen, uns und unsere geschenkte Zeit. Möge diese geschenkte Zeit eine erfüllte Zeit sein, in der wir achtsam mit uns selbst, mit unseren Mitmenschen und der Umwelt sind. Eine Zeit, in der nette Blicke und kleine Gesten mehr aussagen als so manches Wort. So segne und begleite uns der Vater, der Sohn und die Geistkraft Gottes. Amen 

Verfasser*in unbekannt 
 

 

 

Erstellt von: Steffi Brandstetter, Michael Münzner, Thomas Obermeir, 2018 

Aktualisiert von: Teresa Mayr, 2026

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