Ich-Sackerl
Infobox
Dauer: 45 Min
TN-Zahl: Mind. 2
Ort: Ruhiger Ort
Materialien: je Teilnehmer*in (TN) ein Sackerl oder Kuvert, Stifte aller Art, eventuell Zeitschriften, Schere, Kleber
Anleitung:
Jede*r Teilnehmer*in erhält ein Sackerl oder Kuvert und gestaltet dessen Außenseite ganz nach den eigenen Vorstellungen. Es kann gezeichnet, gemalt, geschrieben oder gebastelt werden. Wichtig ist lediglich, dass der Name gut sichtbar auf dem Sackerl bzw. Kuvert angebracht wird.
Die Außenseite symbolisiert all das, was andere Menschen auf den ersten Blick von mir wahrnehmen können: wie ich mich zeige, wie ich wirke, was ich gerne von mir preisgebe und womit andere mich verbinden. Zur Gestaltung können beispielsweise Hobbys, Lieblingsspeisen, Freizeitaktivitäten, Lieblingssendungen oder -serien, besondere Fähigkeiten („Das kann ich besonders gut!“) oder andere persönliche Merkmale dargestellt werden.
In einem zweiten Schritt setzen sich die Teilnehmer*innen mit ihrer privaten bzw. verborgenen Seite auseinander. Die Innenseite des Sackerls steht für Gedanken, Gefühle und Eigenschaften, die nicht für jeden sichtbar sind – Dinge, die vielleicht nur wenige Menschen über mich wissen. Dazu können Wünsche, Träume, Hoffnungen, Ängste, Sorgen, Geheimnisse oder andere persönliche Aspekte auf bunte Zettel geschrieben und anschließend im Sackerl verborgen werden.
Das gestaltete Sackerl verdeutlicht, dass jeder Mensch sowohl sichtbare als auch verborgene Seiten hat und dass hinter dem ersten Eindruck oft noch viele weitere Facetten einer Person liegen.
Im Anschluss kann man sich über die Gestaltung des eigenen Sackerls in Kleingruppen oder in der Großgruppe kurz austauschen oder dieses kurz vorstellen.
Weitere Variation:
Die TN stellen oder hängen ihre Sackerl im Raum auf. Dieser Ort sollte für alle gut erreichbar sein (zum Beispiel ein Tisch im Eck). Danach bekommen alle TN die Möglichkeit allen auf einem kleinen Kärtchen einen guten Wunsch, etwas Nettes, etwas das an dieser Person geschätzt wird zu schreiben. Diese Variante ist der Methode „Rückenstärken“ sehr ähnlich.
Erstellt von: Julia Baumgartner 2015
Aktualisiert von: Elisabeth Riener 2026
