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Inhalt:

Fairer Markt

Inhaltliche Methoden | Gesellschaftspolitik
Der Diözesane Willkommenstag findet zweimal jährlich (im Frühjahr und im Herbst) statt. Rund 70 neue Mitarbeiter:innen haben daran teilgenommen.

Infobox

Dauer: 60 Min

TN-Zahl:10 – 35 

Ort:genügend Platz für Gruppengröße

Materialien: 

  • 1 Kuvert pro Teilnehmer*in 
  • A4-Papier (3–4 Blätter pro Person, in zwei Farben – eine Farbe deutlich seltener) 
  • Stifte (insgesamt etwa so viele wie Teilnehmende, Mischung aus Kugelschreibern und Bleistiften) 
  • Kleine essbare Fairtrade-Produkte (z. B. Schokolade, Riegel,…) für 1/3 der TN 
  • Info-Materialien zum Fairen Handel (für ca. 1/3 der TN) 
  • Weitere „Ressourcen“ (z. B. Glasnuggets, Kaffeebohnen, Teelichter …) 

 

Anleitung:

Ziele der Methode: 

  • Ungleichheit und deren Auswirkungen erfahren  
  • Marktmechanismen und Machtverhältnisse erkennen  
  • Veränderungen durch Krisen oder Regeln nachvollziehen  
  • Fairen Handel als Alternative verstehen 

Ablauf 

1. Vorbereitung 

  • Kuverts bewusst ungleich befüllen  
  • Einige haben viele Ressourcen, viele haben wenig  
  • Vorbereitung ohne Beobachtung der Teilnehmer*innen 

2. Einstieg 

  • Kuverts werden gewählt  
  • Erklärung: Für die „Mitarbeit“ werden benötigt:  
    • Schreiben (Stift + Papier) (Bildung)
    • Etwas zu Essen (Nahrung) 
    • Information (Broschüre) (Wissen, Know-How) 

Ziel: Alles Notwendige organisieren 

 

3. Handelsjahre 

Jahr 1 – Freier Markt (ca. 10 Min.) 

  • Alle handeln frei  
  • Spielleitung beobachtet nur  

Jahr 2 – Veränderung / Krise (ca. 10 Min.) 

Eingriff der Spielleitung (einfach und klar): 
Wähle eine der folgenden Varianten und erkläre sie kurz: 

  • Knappheit: 
    Bestimmte Ressourcen (z. B. Essen oder Papierfarbe) sind plötzlich „sehr gefragt“ (werden künstlich verknappt, indem die Spielleitung Gegenstände aus dem Spiel nimmt)  
     
  • Zoll: Erschwernis im Handel: 
    Jeder Tausch „kostet“ zusätzlich etwas. Nur bestimmte Teilnehmende müssen Zoll zahlen (z. B. die mit wenig Ressourcen). Der zusätzliche Gegenstand wird der Spielleitung gegeben.  

Jahr 3 – Fairer Handel (ca. 10 Min.) 

Eingriff der Spielleitung: Einführung einfacher fairer Regeln 

  • Fixe Tauschregeln: 
    Nahrung darf nur noch zu fairen Bedingungen getauscht werden (z. B. 1:1)  
  • Mindestabsicherung: 
    Niemand darf komplett ohne wichtige Dinge bleiben (Spielleitung kann unterstützen oder umverteilen)  

Rolle der Spielleitung 

Die Spielleitung ist zentral für das Gelingen der Methode: 

 

Während des Spiels 

  • erklärt klar die Ausgangssituation  
  • gibt den Start und das Ende der Handelsrunden vor  
  • beobachtet aktiv das Geschehen (Wer hat viel? Wer wenig? Wer setzt sich durch?)  
  • greift gezielt und einfach in den Markt ein (keine komplizierten Regeln!)  
  • achtet darauf, dass alle im Spiel bleiben  

 

Auswertung und Reflexion 

  • Wie habe ich mich in den verschiedenen Jahren gefühlt?  
  • Was war schwierig / unfair?  
  • Was hat sich durch die Eingriffe verändert?  
  • Was ist in Runde 2 mit dem Zoll passiert?  
  • Wer hatte Vorteile / Nachteile?  
  • Wo gibt es solche Situationen weltweit?  
  • Wer bestimmt Regeln im globalen Handel?  
  • Was hat sich durch faire Regeln verbessert?  
  • Ist das eine realistische Lösung?  

Erstellt von: Enchada 2014 

Aktualisiert von: Lisa Weingartsberger 2026 

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