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Inhalt:

Die Welt ist ein Apfel

Inhaltliche Methoden | Gesellschaftspolitik
Der Diözesane Willkommenstag findet zweimal jährlich (im Frühjahr und im Herbst) statt. Rund 70 neue Mitarbeiter:innen haben daran teilgenommen.

Infobox

Dauer: 15 Min

TN-Zahl: beliebig

Ort: beliebig

Materialien: 1 Apfel, 1 Messer

 

Anleitung:

1. Schritt – Vorbereitung

Es ist oft schwer vorstellbar, wie klein die Landfläche ist, von der das Überleben der Menschheit abhängt. Zu Beginn erklärt die Leitung zentrale Begriffe wie Lebensraum, Ressourcen, Auslastung und Nachhaltigkeit. Gemeinsam wird überlegt:

  • Was bedeuten diese Begriffe?
  • Wie hängen sie zusammen?
  • Welche Auswirkungen haben sie auf unser tägliches Leben?

2. Schritt – Durchführung

Ein Apfel wird hochgehalten und als Symbol für den Planeten Erde vorgestellt.

  1. Der Apfel wird in vier gleiche Teile geschnitten. → Drei Viertel werden beiseite gelegt: Sie stehen für die Weltmeere, die etwa 75 % der Erdoberfläche bedecken.
     
  2. Das verbleibende Viertel stellt das Land über Wasser dar. Dieses Viertel wird halbiert. → Eine Hälfte wird beiseite gelegt: Sie symbolisiert unbewohnbares Land wie Polkappen, Wüsten, Sümpfe und Hochgebirge.
     
  3. Das verbleibende Achtel ist jener Teil der Erde, den der Mensch bewohnt – jedoch nicht zwangsläufig landwirtschaftlich nutzen kann.
     
  4. Dieses Achtel wird nun in vier Teile geschnitten.
    → Drei Teile werden beiseite gelegt:
    Sie stehen für Land, das zu steinig, zu steil, zu kalt oder nährstoffarm für Landwirtschaft ist, ebenso wie für Flächen, die durch Städte, Industrie, Straßen, Parkplätze oder Übernutzung verloren gegangen sind.
     
  5. Übrig bleibt 1/32 des Apfels.

Nun wird von diesem kleinen Apfelstück die Schale abgeschält. Diese hauchdünne Schale steht für den Humus, die fruchtbare Erdkruste, von der die gesamte Menschheit abhängt.
Sie ist:

  • weniger als 1,5 Meter dick,
  • Grundlage für unsere Nahrung,
  • durch Übernutzung stark bedroht.

Jährlich gehen weltweit rund 25 Milliarden Tonnen fruchtbarer Boden verloren. Es dauert etwa 100 Jahre, bis sich 2,5 cm Humus neu bilden können.

 

3. Schritt - Reflexion
Gemeinsam wird darüber gesprochen:

  • Wie kann diese kleine Fläche heute über 8 Milliarden Menschen ernähren?
  • Was bedeutet das für unser Konsumverhalten?
  • Welche Verantwortung tragen wir gegenüber kommenden Generationen?

Variante: Es könnte auch jede*r TN einen Apfel und ein Messer bekommen und die Übung selbst durchführen.

 

Erstellt von: Enchada 2024 Quelle: Larry Parker und Beyne MacMillan: Teaching about Sustainability: Some strategies – Global insights. 

Aktualisiert von: Lisa Weingartsberger 2026 

 

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