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Inhalt:

Die verborgene Klangwelt

Inhaltliche Methoden | Fantasiereise & Körperwahrnehmung
tree in spring forest over blue sky via wide angle

Infobox

Dauer: 30 Min

TN-Zahl: max. 20

Ort: ruhiger Raum/ungestörter Ort

Materialien: Decken, Polster

 

Anleitung:

Diese Fantasiereise soll bewusst machen, von wie vielen Geräuschen wir eigentlich umgeben sind und wie wenig davon wir bewusst wahrnehmen können. Wie bei jeder Fantasiereise ist es wichtig, eine angenehme, ungestörte Atmosphäre zu schaffen, in der sich die Teilnehmenden wohlfühlen können. Bei dieser Reise ist besonders darauf zu achten, dass Nebengeräusche wie Meditationsmusik eher störend wirken können. Für Jugendliche, die zum ersten Mal teilnehmen, ist es wichtig zu wissen, dass es nicht für alle leicht ist, sich inneren Bildern oder Geräuschen hinzugeben; gelingt dies nicht, sollen sie dennoch ruhig liegen bleiben, um die anderen nicht zu stören. Zwischen den einzelnen Sätzen werden – je nach Gruppe – Pausen von zehn bis dreißig Sekunden eingelegt, damit ausreichend Zeit bleibt, sich auf die einzelnen Aspekte einzulassen.

 

Mögliche Fragen zur Reflexion sind:

  • Welche Geräusche habe ich gehört, die ich normalerweise nicht mehr wahrnehme?
  • Welche Töne oder Laute waren angenehm, welche eher unangenehm?
  • Kann ich mir vorstellen, wie es wäre, einen Tag ohne meinen Hörsinn auszukommen?
  • Gibt es Orte, an denen ich Ruhe finde, und welche sind das?

Anleitung der Fantasiereise:

Du liegst bequem auf dem Boden und schließt die Augen.

Du spürst deinen gesamten Körper und bist ganz ruhig.

Deine Hände und Arme sind schwer, ebenso deine Schultern und dein Nacken.

Auch deine Füße und Beine werden schwer,

dein ganzer Körper fühlt sich angenehm warm an.

Dein Gesicht ist entspannt,

dein Kopf frei und leicht.

Du beobachtest deinen Atem, ohne ihn zu verändern;

deine Atmung ist ruhig und gleichmäßig,

und mit jedem Ausatmen wirst du entspannter.

 

Stell dir nun vor, du wachst am Morgen auf und bemerkst, dass du plötzlich einen unglaublich scharfen Gehörsinn hast.

Du hörst fast alle Geräusche um dich herum, auch jene, die du sonst überhörst.

Du nimmst wahr, welches Geräusch dich beim Aufwachen zuerst erreicht, hörst die Klänge beim Aufstehen und Fertigmachen und bemerkst vielleicht auch Laute, die dir zeigen, dass noch jemand anderer da ist.

Auf dem Weg zur Schule oder zur Arbeit hörst du sowohl vertraute als auch neue Geräusche. Du erkennst, welche Töne du normalerweise wahrnimmst und welche du nur jetzt, mit deinem sensiblen Hörsinn, hören kannst. Während deines Schul- oder Arbeitstages achtest du auf die Geräusche um dich herum, auf Stimmen und darauf, wie sie sich verändern, je nachdem, mit wem gesprochen wird. Auf dem Heimweg über eine belebte Einkaufsstraße nimmst du die Vielzahl der Geräusche bewusst wahr.

Zuhause angekommen lehnst du dich zurück und hörst noch einmal genau hin – das Surren eines Computers, ein vorbeifahrendes Auto oder zwitschernde Vögel.

Langsam merkst du, wie dein Gehörsinn wieder nachlässt

und du immer weniger Nebengeräusche wahrnimmst.

Deine Aufmerksamkeit richtet sich wieder auf die Stimme der Anleitung.

Du kehrst langsam zurück in den Raum,

spürst deinen Atem, der ein- und ausströmt,

und nimmst deinen Körper wieder bewusst wahr –

deine Füße und Beine,

deine Schultern und deinen Nacken,

deine Hände und Arme.

Du atmest tief durch,

reckst die Arme,

streckst und räkelst dich wie eine Katze.

Schließlich öffnest du langsam die Augen,

gewöhnst dich an das Licht

und findest dich wieder im Raum zurecht.

 

Erstellt von: Michael Haunold

Aktualisiert von: Brigitte Manzenreiter 2026

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