Zug des Lebens
Infobox
Dauer: 45 Min
TN-Zahl: ab 2
Ort: ruhiger Ort, an dem sich die Personen für die Einzelarbeit gut verteilen können
Materialien: Papier, Wachsmalkreiden od. Buntstifte, Zeitungen als Unterlage, Musikbox/leise Musik
Anleitung:
Zu Beginn leitet die Gruppenleitung die Teilnehmenden in einer meditativen Form – etwa durch eine Phantasiereise – an, ihren Lebensweg gedanklich von der aktuellen Situation aus langsam zurück bis in die früheste Kindheit zu verfolgen. In dieser ruhigen, inneren Reise entsteht ein erster Zugang zu persönlichen Erfahrungen und Prägungen.
Im Anschluss daran zeichnen alle TN für sich, begleitet von ruhiger Hintergrundmusik, einen Zug, der symbolisch von der Vergangenheit in die Zukunft fährt. Während dieses kreativen Prozesses gibt die Gruppenleitung unterstützende Impulsfragen, die helfen, den eigenen Lebensweg bildlich darzustellen und zu reflektieren.
Danach werden die entstandenen Bilder in Zweier- oder Dreiergruppen vorgestellt. Dabei ist es besonders wichtig, dass jede*r selbst entscheidet, ob und wie viel sie teilen möchten – ein Nicht-Teilen ist jederzeit zu respektieren. Die Bilder dürfen weder von der Gruppenleitung noch von anderen TN interpretiert werden. Erlaubt sind ausschließlich Verständnisfragen sowie wertschätzendes Feedback in Form von persönlichen Wahrnehmungen, etwa: „Dein Bild wirkt auf mich …“. Zudem gilt Vertraulichkeit innerhalb der Kleingruppe, weshalb bewusst auf eine anschließende Präsentation im Plenum verzichtet wird.
Als inhaltliche Orientierung können folgende Impulse dienen:
- Die Lok steht für die Frage, was einem Kraft gibt, um voranzukommen.
- Die Waggons symbolisieren, wen oder was man auf seinem Lebensweg mitnimmt.
- Die Schienen laden dazu ein, zu reflektieren, welche Weichen im Leben gestellt wurden und durch wen.
- Schließlich kann auch der bisherige Streckenverlauf betrachtet werden sowie ein Ausblick darauf, was die nähere Zukunft bringen könnte.
Erstellt von: Methodenkartei 1 | kj oö
Aktualisiert von: Brigitte Manzenreiter 2026
