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Inhalt:

Macht Beten Sinn?

Ganze Gruppenstunden | Glaube und Kirche
Agnes Schützenhofer, ehrenamtlich engagiert in der Regenbogenpastoral, bei einem seelsorglichen Gespräch in der Ursulinenkirche

Infobox

Dauer: ​60+ Min​

TN-Zahl: 6 - 15

Ort: Gruppenraum

Materialien: Für Ritualinseln - Teelichter, Tücher, Steine, Wasserschalen, Edelsteine, Weihrauch, Bibelzitate, Gebetsschemel, kleine Teppiche, Stifte und A5 Papier, Gebetsmappe der Jugend, Kreuz, wohlriechende Salbe, Texte für Ritualinseln

 

Anleitung:

 

Dauer in Min. Inhalt Material
15

Begrüßung, Vorstellrunde

Fragen zum Beten: Jugendliche dürfen sich eine auswählen, die sie für sich beantworten

  • Was verbindest du spontan mit dem Wort „Beten“?
  • Betest du manchmal? Wenn ja, in welchen Situationen?
  • Gibt es Momente, in denen dir Beten besonders leicht oder besonders schwerfällt?
  • Glaubst du, dass Gebete etwas bewirken können? Warum oder warum nicht?
  • Worüber würdest du mit Gott sprechen, wenn du sicher wärst, dass er zuhört?

Austausch

 

Fragen auf Plakat oder Arbeitsblättern

10

Themeneinführung

Beten – was heißt das eigentlich?

  • Beten bedeutet, mit Gott in Beziehung zu treten und mit ihm ins Gespräch zu kommen.
  • Gebet muss nicht perfekt formuliert sein. Es kann in eigenen Worten, in Gedanken oder ganz ohne Worte geschehen.
  • Menschen beten aus unterschiedlichen Gründen.

Verschiedene Formen des Gebets

  • Dankgebet: Für Schönes und Gelungenes danken.
  • Bittgebet: Für sich selbst oder andere um Hilfe bitten.
  • Klagegebet: Sorgen, Enttäuschungen oder Wut vor Gott bringen.
  • Lobgebet: Gott loben und die Schöpfung bestaunen.
  • Fürbitte: Für andere Menschen beten.
  • Meditation und Stille: Einfach da sein und auf Gott hören.

Beten im Alltag

  • Beten ist nicht an einen bestimmten Ort gebunden.
  • Es kann im Gottesdienst, zu Hause, in der Natur, auf dem Schulweg oder vor wichtigen Entscheidungen stattfinden.
  • Viele Menschen erleben Gebet als Quelle von Kraft, Trost, Hoffnung und Orientierung.

Macht Beten Sinn?

  • Beten ist keine Wunschmaschine, die alle Probleme löst.
  • Oft verändert Gebet nicht sofort die Situation, aber die Sicht auf die Situation.
  • Viele Menschen erfahren durch das Gebet Gemeinschaft mit Gott und neue Zuversicht für ihren Alltag.

Impuls zum Abschluss des Infoblocks

„Gebet verändert nicht immer die Welt um uns herum, aber oft den Menschen, der betet.“

 

Evtl. Austausch über eigene Erfahrungen zum Thema Beten.

 

 

15

Ritualinseln

Nach kurzer Erklärung gehen die Jugendlichen von einer Ritualinsel zur anderen und verweilen dort jeweils so lange, wie es für den*die Einzelne*n passt.

Hier einige bewährte Beispiele:

  • Dank-Insel: Ein Teelicht anzünden und dabei für etwas danken, das im Leben gerade Freude macht.
  • Klagemauer: Belastende Gedanken oder Probleme aufschreiben und zusammen mit einem Stein an einer „Klagemauer“ ablegen.
  • Brief an Gott: Einen persönlichen Brief an Gott verfassen, mit Fragen, Gedanken oder Erfahrungen.
  • Weihrauch-Insel: Ein Weihrauchkorn auf die Kohle legen als Zeichen dafür, dass die eigenen Gebete zu Gott aufsteigen.
  • Bibelwort-Insel: Ausgelegte Bibelverse lesen und einen auswählen, der gerade besonders anspricht.
  • Segens-Insel: Einen Segensspruch ziehen oder einen persönlichen Segen für sich oder andere aufschreiben.
  • Wasser-Insel: Mit Wasser ein Kreuzzeichen machen oder einen Stein ins Wasser legen als Symbol für Sorgen, die man Gott anvertraut.
  • Salbungs-Insel: Die Hände mit wohlriechender Salbe einreiben und dabei über die eigenen Stärken und Gaben nachdenken.
  • Stille-Insel: Einige Minuten bewusst in Ruhe sitzen, Musik hören oder einfach still vor Gott verweilen.
  • Fürbitten-Insel: Für Menschen, die Unterstützung brauchen, eine Fürbitte formulieren und aufhängen.

Die Vielfalt der Ritualinseln macht deutlich, dass Beten weit mehr sein kann als gesprochene Worte: Es kann durch Symbole, Schreiben, Stille, Musik oder kreative Handlungen Ausdruck finden.

Teelichter, Tücher, Steine, Wasserschalen, Edelsteine, Weihrauch, Bibelzitate, Gebetsschemel, kleine Teppiche, Stifte und A5 Papier, Gebetsmappe der Jugend, Kreuz, wohlriechende Salbe, Texte für Ritualinseln

10

Gemeinsamer Abschluss

Austausch und Segensgebet

 

 

 

Erstellt von: Elfriede Neugschwandtner 2015

Aktualisiert von: Miriam Mair 2026

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