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Inhalt:

Game over – Gott

Ganze Gruppenstunden | Glaube und Kirche
Agnes Schützenhofer, ehrenamtlich engagiert in der Regenbogenpastoral, bei einem seelsorglichen Gespräch in der Ursulinenkirche

Infobox

Dauer: ​60+ Min​

TN-Zahl: beliebig

Ort: Gruppenraum

Materialien: Augenbinden, Material für Parcours, Musikbox, Bibel, Tücher, Stoffe, Kreuz, Papier, Stifte

 

Anleitung:

 

Dauer in Min. Inhalt Material
5

Einleitende Gedanken

Ist ein Game over für Gott möglich? Heißt es dann „God over“?

Wir können darauf vertrauen, von Gott angenommen zu sein. Wenn wir auf ihn zugehen, geht er uns entgegen und streckt die Hand nach uns aus. Er gibt uns die Möglichkeit, uns unsere Fehler einzugestehen und uns zu ändern. Wenn wir uns das immer wieder bewusst machen, werden wir wohl die Güte Gottes nicht ausnützen. Außerdem hilft uns dieses Bewusstsein, zu begreifen, dass wir immer so handeln können, wie wir es für richtig halten.

Das Neue Testament bringt Beispiele davon, wie sich der menschgewordene Sohn Gottes den Menschen annimmt, die ein „Game Over“ in ihrem Leben erfahren haben und aus der Gesellschaft ausgeschlossen sind (Menschen mit Behinderung, Kranke, Aussätzige, Zöllner etc.).

Doch auch Jesus selbst erfuhr in der Kreuzigung ein „Game Over“, wie es im ersten Augenblick schien. Die Jünger*innen damals hörten und sahen jedoch bald, dass die Kreuzigung nicht das Ende, sondern ein neuer Anfang war…

In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage nach Leid im Angesicht Gottes.

Warum wendet der allmächtige und allgütige Gott, wie von ihm gesagt wird, nicht Not und Leid von Menschen ab? Gibt er sein Bestes – ist er dann allmächtig? Respektiert er die Freiheit der Menschen – ist er dann allgütig? Hat er die beste aller Welten erschaffen?

 

Zutaten, Schüssel, Mixer, Tuch

20

Einstieg

Jemandem vertrauen können, lässt uns Hindernisse leichter überwinden, schafft Sicherheit.

Die TN gehen paarweise zusammen, eine Person bekommt die Augen verbunden und überwindet den ersten Teil eines Parcours ohne Hilfe, den zweiten Teil mit Hilfe der zweiten Person. Danach wird getauscht.

Vorschläge für den Parcours: Tisch überwinden (oben, unten), Decke am Boden, Sessel, Wand entlang, leere Becher aufstellen, Perlen verstreuen, Fäden spannen, Tixo verkehrt am Boden etc…

Was änderte sich für dich im 2. Teil des Parcours?

Welche Situationen fallen dir ein, in denen es erleichternd ist, dass du nicht alleine bist, sondern von Eltern, Freund*innen etc. begleitet/geführt?

 

Augenbinden,

Material für

Parcours (Tisch,

Sessel, Decke,

Perlen, Schüre,

Becher, Tixo, etc.)

15

Hören verstehen

Geschichte: „Spuren im Sand“ vorlesen (siehe Spuren im Sand)

Manche Menschen vertrauen darauf, in schwierigen Situationen (oder auch in freudigen), von Gott begleitet bzw. sogar von ihm getragen zu sein.

Welche Situationen fallen dir ein, in denen du dich/in denen sich andere Menschen von Gott getragen fühlen?

Was kann sich durch den Gedanken des „Getragen-Seins“ für den jeweiligen Menschen ändern?

Für weniger diskussionsfreudige Gruppen: Stichwörter vorher auf Kärtchen schreiben (etc. Begräbnis, Prüfung, Scheidung, Ausgestoßen), im Raum verteilen, TN stellen sich zu dem Kärtchen, das für sie am meisten zutrifft im Zusammenhang mit „Getragen-Sein“

 

Geschichte

10

Spots in Movement

TN bewegen sich zur Musik, sobald die Musik stoppt, gibt die Gruppenleitung einen Auftrag:

Begrüße möglichst viele Leute und zeige, dass:

  • du dich über das Treffen freust
  • du überrascht bist, die andere Person hier zu treffen  
  • du dich überhaupt nicht über das Treffen freust, weil dir die Person unsympathisch ist
  • du die Person schon lange nicht mehr gesehen hast  
  • du die Person zu kennen scheinst, aber du weißt nicht, wer sie ist
  • du in die Person verliebt bist 

 

 

45

Bibeltext hören und darstellen

Lk 15,11-32: Gleichnis vom verlorenen Sohn wird vorgelesen

  • Vater steht für Gott. Gott freut sich über jede*n einzelne*n von uns. Bibel zeigt das an mehreren Stellen
  • auch in einer Game Over-Situation kannst du dich an Gott wenden bzw. wendet sich Gott an dich, wenn du einsiehst, wie du dich ändern kannst.

Standbild darstellen: TN gehen zu dritt oder viert zusammen, suchen sich eine Situation aus der Bibelstelle aus und stellen sie in einem Standbild dar. (ca. 10 Min. Zeit zum Vorbereiten)

 

Gruppen stellen nacheinander ihr Standbild dar, dürfen nichts sprechen, andere TN können rund ums Standbild gehen und interpretieren (die Positionen, Gesichtsausdrücke, etc.)

 

Anschließend gemeinsame Reflexion:

Wie ist es mir in meiner Rolle gegangen?

 

Bibel

15

Je 3-4 Jugendliche bekommen einzelne Wörter eines Satzes und sollen den Satz bilden, ohne dabei zu sprechen.

Lk 23, 45-46: Die Sonne verdunkelte sich und Jesus rief laut: Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist.

  • Lk 24, 1: Am ersten Tag der Woche gingen die Frauen mit den wohlriechenden Salben, die sie zubereitet hatten, in aller Frühe zum Grab.
  • Lk, 24,5: „Was sucht ihr den Lebenden unter den Toten?“
  • Lk, 24, 30-31: Und als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach das Brot und gab es ihnen. Da gingen ihnen die Augen auf und sie erkannten ihn
  • Mt 28, 20: Seid gewiss, ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt 

Danach ordnen die TN gemeinsam (wiederum ohne zu sprechen) die Sätze in die richtige Reihenfolge.

 

Kärtchen mit einzelnen Worten

15

Das Kreuz ist das Symbol von Tod und Leid, aber immer im Lichte der Auferstehung: Jesus ist nach 3 Tagen auferstanden, das Kreuz wird somit zum Hoffnungssymbol!!

Gruppe legt ein Kreuz in die Mitte und überlegt sich verschiedene Symbole zu Game Over- und Hoffnungssituationen. Das Kreuz kann beides in sich vereinen.

 

Kreuz, Papier,

Stifte

 

Aktualisiert von: Miriam Mair 2026

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