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Inhalt:

Vertrauen

Ganze Gruppenstunden | Teambuilding
Am Samstag, 20. April 2024, machten sich rund 1050 Firmlinge aus 56 Pfarrgemeinden Oberösterreich auf den Weg nach Linz, um beim diözesanen Großereignis der Firmvorbereitung dabei zu sein.

Infobox

Dauer: 60+ Min

TN-Zahl: mind. 6

Ort: beliebig

Materialien: Musik, Text „Der Seiltänzer“, Plakate, Stifte, Zeitungen, A4 Papier, Kleber, Scheren
 

Anleitung:

Dauer in Min. Inhalt Material
15

Ankunft

Ankommen und Austausch, was grad los ist. Hier kann unaufdringliche Hintergrundmusik gespielt werden.
 

Musik

5

Einstimmung

Text: „Der Seiltänzer“ (Robert Gerke) 

In einer kleinen Stadt spannt ein Seiltänzer sein Seil quer über den Marktplatz. Dann beginnt er auf dem Seil zu balancieren, mit einem Stab in der Hand, aber ohne Netz – und hoch über dem Boden. Die Menge hält den Atem an, während der Seiltänzer Kunststückchen vorführt und auf dem Seil von einem Ende zum anderen läuft. Tosender Beifall, die Menschen staunen und fordern eine Zugabe. Noch einmal macht sich der Seiltänzer auf den Weg, wieder schauen die Menschen mit offenen Mündern zu, staunen, jubeln, als er am anderen Ende ankommt. 

Nun nimmt er eine Schubkarre, setzt sie auf das Seil und blickt in die Menge. „Glaubt ihr, dass ich es auch schaffe, diesen Karren über das Seil zu schieben?“ – „Na klar“, rufen die Leute, „kein Problem, wir glauben es!“ – „Gut“, ruft der Seiltänzer, „wenn ihr mir das zutraut – wer möchte sich dann in die Schubkarre setzen?“ 

Nun wurden die Mienen der Zuschauer ängstlich. Das Geschrei verstummt, alle schweigen und blicken zu Boden. Nein, sich in den Karren zu setzen, dass ging dann doch zu weit! 

Da meldet sich ein kleiner Junge. „Ich setze mich in den Karren“, ruft er. Die Menschen sind unruhig, wollen ihn davon abhalten, doch zu spät. Der Junge setzt sich in die Schubkarre, der Seiltänzer beginnt seinen Weg, das Seil schwankt, der Wind pfeift. Doch Schritt für Schritt läuft der Seiltänzer über das Seil. Als er am anderen Ende ankommt, jubeln die Menschen ihm zu, klatschen, sind begeistert. Und der Junge wird gefragt: „Hast du denn gar keine Angst gehabt?“ 

„Nein“, antwortet der Junge, „warum auch? Der Seiltänzer dort, das ist ja mein Vater!
 

Text "Der Seiltänzer"
10

Diskussion zu den Impulsfragen 

Zuerst in 3er-Gruppen, dann im Plenum. 

  • Warum vertrauen die Menschen darauf, dass der Seiltänzer über das Seil kommt, aber vertrauen ihm nicht ihr Leben an? 
  • Warum hättet ihr euch dem Seiltänzer anvertraut, oder warum nicht? 
  • Wen gibt es, dem ihr euer Leben anvertrauen würdet?   

 

15

Spiele 

Bei Vertrauensspielen ist ganz besonders auf die Freiwilligkeit der Teilnehmenden zu achten. 

 

Vertrauenskreis: Vor Beginn wird besprochen, welche Körperstellen berührt werden dürfen und welche nicht. Dies kann von Person zu Person unterschiedlich sein. 

Nun bildet die gesamte Gruppe einen engen Kreis. Alle, die es ausprobieren wollen kommen (nacheinander) in die Mitte, stellen sich vor ein Holzbrett zu sein und lassen sich fallen (nach vorne, hinten, seitlich). Sie werden von der Gruppe aufgefangen und sachte weiterbewegt. Wer sich traut, kann in der Mitte die Augen schließen. 

 

Jurten-Kreis: Es wird eine gerade Anzahl an GM benötigt. Alle bilden einen Kreis. Abwechselnd lehnt sich nun eine Person nach vorne, die nächste nach hinten, die nächste wieder nach vorne, usw. Gleichgewicht halten. 
 

 
15

Schreibplakat 

Eine Auswahl der folgenden Sätze auf ein Plakat schreiben. Jugendliche sollen ihre Meinung dazu notieren und welcher Satz für sie passt. Zuerst in Einzelarbeit, dann im Plenum. 

  • Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. 
  • Dem*der einzigen, dem*der ich vertrauen kann, bin ich selbst. 
  • Ich vertraue auf Gott. 
  • Ich vertraue auf … 
  • Vertraue niemandem, den du nicht kennst. 
  • Vertrauen ersetzt jeden Befehl – aber kein Befehl schafft Vertrauen. 
  • Man muss sich trauen, um zu vertrauen. 
  • Blindes Vertrauen ist wie Hoffnung schöpfen mit einem Sieb. 
  • Lieber Geld verlieren als Vertrauen. 
  • Vertrauen bedeutet nicht wissen. 
  • Wer sich auf andere verlässt, der ist verlassen. 
Plakate, Stifte
10

Reflexion 

Zuerst in 2er-Gruppen schneiden die Jugendlichen Wörter von Zeitungen aus und sollen Sätze zusammenbauen, wie sie die Gruppenstunde gefunden haben. Diese kleben sie dann auf ein Plakat. Die Rückmeldungen können im Plenum diskutiert werden.  
 

Zeitungen, A4 Papier, Kleber, Scheren


Erstellt von: Gruppenstundenvorschlage der K.I.S.S. - Schulung 2004; Robert Gerke 

Aktualisiert von: Verena Kartaschov 2026 

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