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Spiel der Stummen

Ganze Gruppenstunden | Teambuilding
Am Samstag, 20. April 2024, machten sich rund 1050 Firmlinge aus 56 Pfarrgemeinden Oberösterreich auf den Weg nach Linz, um beim diözesanen Großereignis der Firmvorbereitung dabei zu sein.

Infobox

Dauer: 30 Min

TN-Zahl: durch 5 teilbar

Ort: beliebig

Materialien: Karton, Schere, Umschläge, Kopiervorlage

Kopiervorlage Tangram als PDF
 

Anleitung:

Dauer in Min. Inhalt Material
15

Vorbereitung 

Zeichne zunächst die unten abgebildeten fünf Quadrate auf bunten Karton. Alle Quadrate müssen die gleiche Größe (8x8 cm) haben. Schneide dann die einzelnen Teilstücke aus, und zwar so genau, dass die Stücke mit dem gleichen Buchstaben gleich groß sind (damit man sie auswechseln kann). Die Buchstaben dienen nur deiner Orientierung, sie sollen nicht auf den Quadratteilen erscheinen. Du benötigst für jede Gruppe je einen Satz von fünf Quadraten. 
 

In keinem der fünf Umschläge, die mit den Buchstaben A, B, C, D und E gekennzeichnet werden, ist für sich ein vollständiges Quadrat enthalten. Die Aufgabe kann nur gemeinsam gelöst werden.
 

Karton, Schere, Umschläge 

1

Gruppenbildung 

Eine Spielgruppe besteht aus fünf TN. Wenn sich die Zahl der GM nicht durch fünf teilen lässt, bekommen die Übrigen die Aufgabe, den Kooperationsprozess zu beobachten und darauf zu achten, dass die Spielregeln eingehalten werden. 

Jede*r TN einer Spielgruppe erhält einen Umschlag mit Quadratteilen. 

 

Ziel dieser Übung ist es, die verschiedenen Verhaltensweisen kennenzulernen, die dann auftauchen, wenn Mitglieder einer Gruppe gemeinsam ein Problem lösen müssen, ohne sich gegenseitig dabei dominieren zu können. 


Zugleich sollen die TN in dieser Übung gegenüber ihren eigenen Verhaltensweisen sensibilisiert werden, durch die sie unbewusst und ohne es selbst wahrnehmen zu können, die Lösung eines Gruppenproblems behindern oder fördern.
 

Tangram-Quadrat in Umschlag (5x pro Gruppe)
15-20

Spielanleitung 

Jede Gruppe hat fünf Gruppenmitglieder. 

Die Gruppen setzen sich an getrennte Tische, sodass sie sich gegenseitig nicht stören oder beeinflussen können. Die fünf Umschläge A, B, C, D, E mit den Quadratteilen werden jetzt an die fünf GM jeder Gruppe verteilt. 

Auf ein Zeichen der Spielleitung öffnen alle GM ihre Umschläge. 

Die Gruppen haben die Aufgabe, aus den verschiedenen Teilstücken fünf gleich große Quadrate mit 8x8cm zu legen. Die Aufgabe ist dann beendet, wenn jedes GM ein vollständiges Quadrat vor sich liegen hat. 

 

Folgende Regeln müssen eingehalten werden: 

  • Kann jemand in seiner Figur ein Teilstück nicht verwenden, so muss er*sie es in die Mitte des Tisches legen. 
  • Jede*r darf nur die Teilstücke von anderen nehmen, die von diesen in die Tischmitte gelegt worden sind. 
  • Die GM dürfen unter keinen Umständen miteinander sprechen! Sie dürfen auch nicht versuchen, anderen durch Zeichen etwas mitzuteilen. 
  • Keine*r darf sich aus den Figuren der anderen GM Stücke herausholen oder durch Zeichen andeuten, dass er*sie ein Teilstück benötigt.

 

5 Hinweise für eine anschließende Diskussion 
  • Wie fühlt man sich, wenn ein TN ein wichtiges Teilstück für die Lösung der Aufgabe festhält, ohne selbst eine Lösung sehen zu können? 
  • Welche Gefühle tauchen auf, wenn jemand aus der Gruppe sein Quadrat – allerdings in einer falschen Form – fertig gestellt hat und sich dann mit selbstzufriedenem Lächeln zurücklehnt? Wie hat er*sie sich selbst gefühlt? 
  • Welche Gefühle empfand man gegenüber TN, welche die Lösungsmöglichkeit nicht so schnell erfassten? Wollte man sie lieber hinauswerfen oder ihnen helfen? 
  • Wie weit stimmen die während des Spieles erlebten Gefühle und Erlebnisse mit ähnlichen Erfahrungen und Beobachtungen in der täglichen Lebenswelt der TN überein?     
 


Erstellt von: Willi Hoffsümmer (1986): „33 Gruppenstunden für Ministranten, geeignet auch für Schule, Kinder- und Jugendarbeit“, Grünewald. 

Aktualisiert von: Verena Kartaschov 2026

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