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Inhalt:

Widerstand – Haltung zeigen

Ganze Gruppenstunden | Gesellschaftspolitik
Agnes Schützenhofer, Tobias Renoldner, Christopher Kopecny und Christian Freisleben-Teutscher im Demo-Zug der Regenbogenpastoral bei der Pride Parade Linz

Infobox

Dauer: 60+ Min

TN-Zahl: beliebig

Ort: beliebig, Talkshow - Format

Materialien: Biografien von Widerstandskämpfer*innen (z. B. Dietrich Bonhoeffer, Franz Jägerstätter, Sophie Scholl, Alfred Delp, Carl Lampert, Maria Restituta, Herbert Baum, Franz Reinisch, Clemens August Graf von Galen / ggf. ergänzen)

 

Anleitung:

Dauer in Min Inhalt Material

 


Vorbereitung: Die Gruppenleitung bereitet einige Biografien von Widerstandskämpfer*innen in der Zeit des Nationalsozialismus vor. 
 

 

10


Einstieg: Eintreffen & Einstiegsrunde  

  • Wie geht es mir heute?  
  • Was möchte ich der Gruppe erzählen?  

 

10


Einstieg ins Thema: 

  • Was weiß ich über die Zeit des Nationalsozialismus und die Zeit danach? 
  • Was glaube ich: Wie hätten Menschen damals gehandelt – und wie hätte ich gehandelt? 

Impulsfragen: 

  • Wo kenne ich mich gut aus?  
  • Wo habe ich Wissenslücken?  

Optional: 

kurzes Zitat zur Diskussion stellen z.B.:  

  • „Besser die Hände gefesselt als der Wille.“ – Franz Jägerstätter 
  • „Schweigen angesichts des Bösen ist selbst ein Böses. Nicht zu handeln ist eine Handlung. Nicht zu sprechen ist zu sprechen.“ – Dietrich Bonhoeffer 

Hinführung: 
Widerstand war fast immer mit großen persönlichen Risiken verbunden – bis hin zur Lebensgefahr, Verfolgung, Haft und Tod. 
 

 
10


Einteilung der Gruppe in drei Aufgaben: 

  • Widerstandskämpfer*innen  
  • 1–2 Journalist*innen  
  • Zuschauer*innen  

Aufgaben: 
Widerstandskämpfer*innen: 

  • Biografie lesen  
  • Evtl. weitere Recherche zu den Personen 
  • 3 zentrale Aussagen notieren  
  • In die Rolle der Widerstandskämpfer*innen versetzen überlegen:  
    • Was treibt mich an? 
    • Wovor habe ich Angst?  
    • Warum handle ich trotzdem?  

Journalist*innen: 

  • bereiten Leitfragen vor  
  • formulieren mindestens eine Frage mit Bezug zu heute  

Zuschauer*innen: 

  • gestalten den Raum (Sesselkreis, Talkshow-Atmosphäre)  
  • überlegen sich 1–2 mögliche Publikumsfragen 
     

 

Biografien
20


Talkshow: 

 

Ablauf: 

  • Journalist*innen eröffnen & moderieren  
  • Widerstandskämpfer*innen antworten aus ihrer Rolle heraus  
  • Zuschauer*innen können sich mit Fragen einbringen  

Mögliche Leitfragen: 

  • Warum habt ihr Widerstand geleistet?  
  • Wovor hattet ihr Angst?  
  • Gab es Alternativen?  
  • Würdet ihr heute wieder so handeln?  
  • Wo seht ihr Parallelen zur heutigen Zeit?  

Rolle der Leitung: 

  • schafft einen sicheren Rahmen für das Thema 
  • macht deutlich: Widerstand im NS war oft lebensgefährlich 
  • unterstützt die Rollenfindung (ermutigen, nicht perfekt spielen müssen) 
  • stellt Verbindungen zur Gegenwart her 
  • achtet auf respektvollen Umgang 
  • achtet auf Gesprächsfluss  
  • bringt ggf. neue Impulse ein  
  • greift ein, wenn extreme Aussagen auftauchen 

 

5

 

Rollen ablegen 

Bewusstes ausschütteln und strecken, um die Rolle abzulegen. „Jetzt bin ich wieder ich.“ 
 

 
15


Reflexion & Transfer: 

 

Impulsfragen: 

  • Waren die Argumente nachvollziehbar? 
  • Hatten die Personen eine Wahl? 
  • Was hat das mit mir gemacht? 
  • Was bedeutet „angepasst sein“ – damals und heute? 
  • Wo gibt es heute Formen von Widerstand? 
  • Wofür würde ich heute einstehen? 
  • Wo würde ich widersprechen? 

 

Abschluss: 

 Jede*r darf einen Satz formulieren: 

„Dafür braucht es heute Widerstand …“ 

(optional auf Kärtchen schreiben oder laut sagen) 
 

 
5


Abschluss 

Abschluss mit einem Zitat der Widerstandskämpfer*innen oder dem Lied „Die Gedanken sind frei“.  

Optional gemütlicher Ausklang.  

 

 

 

Erstellt von: kj oö 2008

Aktualisiert von: Lisa Weingartsberger 2026 

 

  

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